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Neue Viren, neue Praxen, neues Altersheim

Wochenrückblick

29.11.2025

In der Schweiz häufen sich Funde von toten Vögeln, die an der Vogelgrippe gestorben sind. Nachdem zuletzt im Thurgau mehrere kranke Tiere gefunden worden waren, läuteten auch in Schaffhausen die Alarmglocken. Zwar sei aktuell noch kein infiziertes Tier festgestellt worden, laut Kantonstierarzt Peter Uehlinger sei aber davon auszugehen, dass es auch hier betroffene Tiere gibt. Gesamtschweizerisch gelten für Geflügelhalter Schutzbestimmungen. Es gilt in erster Linie, den eigenen Geflügelbestand von Wildvögeln fernzuhalten.

Das kantonale Veterinäramt hat noch keine Vögel mit Vogelgrippe gefunden. Fündig wurde aber die Verwaltungskommission Alterszentrum und Spitex Neuhausen auf ihrer Suche nach einem Standort für ein neues Altersheim. Das hat sie diese Woche bekanntgegeben. Nachdem sich die Stimmbevölkerung im Jahr 2022 für einen Park auf der Burgunwiese ausgesprochen hatte, war der ursprüngliche Standort vom Tisch. Nun soll das geplante Pflegezentrum auf dem SIG-Areal errichtet werden. Kostenpunkt: 51 Millionen Franken. Die Gemeinde Neuhausen wird davon allerdings nichts selbst bezahlen müssen.

Hausärztinnen und Hausärzte hingegen müssen ihre Praxen selbst bezahlen. Wenn es nach der städtischen SP geht, sollen die Mieten dafür in Zukunft allerdings deutlich tiefer sein. In ihrer Gesundheitsinitiative fordert die SP, dass die Stadt günstig Arztpraxen vermietet. So soll dem Ärztemangel entgegengewirkt werden. Der Stadtrat ist wenig überzeugt von diesem Vorschlag: Damit würden neue Praxisbetreiberinnen gegenüber bestehenden Praxen und Apotheken bevorzugt werden. 

Anfang der Woche hat ausserdem die Sensibilisierungskampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" begonnen. Die Aktionstage dauern bis zum 10. Dezember. Währenddessen finden in Schaffhausen insgesamt elf Veranstaltungen statt, darunter Lesungen, Workshops und Filmvorstellungen. Der Fokus liegt in diesem Jahr auf Frauen mit einer Beeinträchtigung. Laut der Leiterin für Gleichstellung, Gewaltprävention und Gewaltschutz des Kantons Schaffhausen, Olivia de Graaf, werden Frauen mit einer Behinderung häufiger Opfer von Gewalt.