
Info Kompakt vom 3. September 2026
Moderiert von Samuel Peter
03.09.2026
Preisschild für Datencenter bekannt und Petition lanciert
Der Bau des zweiten Datenzentrums in Beringen kostet rund 250 Millionen Franken und soll bis Ende 2028 fertiggestellt sein. Das berichten heute die Schaffhauser Nachrichten und die Schaffhauser AZ. Der Stromverbrauch würde bei rund 300 Gigawattstunden liegen. Das entspricht etwa zwei Dritteln des aktuellen Verbrauchs des Kantons Schaffhausen. Zusammen mit dem ersten Datenzentrum, das bereits gebaut wird, würde der Stromverbrauch des gesamten Kantons um 150 Prozent steigen. Gegen das zweite Datencenter regt sich deshalb Widerstand. In den vergangenen Tagen wurde eine Petition lanciert, die den Regierungsrat beauftragen soll, die Abwärme aus dem Datencenter besser zu nutzen und bei der Kühlung nicht die Wasserreserven der Gemeinde anzuzapfen. Die Petition hat bereits rund 750 Unterschriften gesammelt. Laut Baugesuch soll das neue Datencenter hauptsächlich mit Strom und Wasser gekühlt werden.
Gasthaus Sonne: Beggingen lehnt Umbauvariante ab
Die Gemeindeversammlung von Beggingen hat gestern Abend einen Planungskredit für den Umbau des Gasthauses „Sonne“ abgelehnt. Das bestätigt Gemeindepräsident Peter Wanner gegenüber Radio Munot. Nun werden der Abbruch und der Neubau des historischen Gasthauses weiterverfolgt. Das Gebäude ist ursprünglich Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut worden. Der Abbruch und der Neubau werden voraussichtlich rund 4,4 Millionen Franken kosten, so Wanner weiter. Bevor die Bauarbeiten starten können, muss die Stimmbevölkerung dem Projekt noch zustimmen. Weiter sagt Wanner, dass sich die Gemeinde mit dem Schaffhauser Heimatschutz austauscht. Der Neubau der „Sonne“ soll ins Dorfbild von Beggingen passen.
Provenienzforscherin kommt zum Museum zu Allerheiligen
Das Schaffhauser Museum zu Allerheiligen erhält eine neue Kuratorin für die Archäologie-Abteilung und die Ebnöther-Sammlung. Es handelt sich um Cheyenne Peverelli. Sie folgt auf Werner Rutishauser, der ab Dezember pensioniert wird. Das teilt das Museum mit. Peverelli ist im Tessin aufgewachsen und hat unter anderem Klassische Archäologie in Basel studiert. Sie verfügt zudem über Erfahrungen in der so genannten Provenienzforschung. In Schaffhausen soll sie die dabei helfen, die Herkunft der archäologischen Objekte der Ebnöther-Sammlung zu klären. In den letzten Monaten und Jahren sind Hinweise darauf entdeckt worden, dass einige Objekte möglicherweise aus Raubgrabungen stammen.