
Thurmed AG will Spital Wetzikon retten
Reaktionen der Thurgauer Fraktionen
13.07.2026
Die Thurmed AG möchte sich am finanziell angeschlagenen Spital Wetzikon im Zürcher Nachbarskanton beteiligen. Das berichtet heute die Thurgauer Zeitung. Das Angebot für eine strategische Beteiligung liegt den zwölf Zürcher Aktionärsgemeinden bereits vor. Das Spital Wetzikon befindet sich seit Ende 2024 in Nachlassstundung. Laut Thurmed soll das Spital auch bei einer Beteiligung eigenständig bleiben. Die Thurgauer Spitalgruppe begründet den Schritt damit, dass sie sich langfristig auch über die Kantonsgrenzen hinaus weiterentwickeln müsse. Kooperationen seien nötig, um Spitäler effizient und wirtschaftlich betreiben zu können. Über das Angebot entscheiden nun zunächst die Eigentümergemeinden.
FDP-Fraktionspräsident steht hinter Thurmed-Einstieg in Wetzikon
Die Beteiligung des Thurgauer Gesundheitsunternehmens Thurmed AG am Spital Wetzikon sei ein Gewinn für den Kanton Thurgau. So sieht es der FDP-Fraktionspräsident Thomas Leu. Er sagte gegenüber Radio Munot, dieses Projekt sei ein Schritt in Richtung Zukunft. Durch die Beteiligung könnte unter anderem die Dividende für den Kanton Thurgau erhöht werden. Da die Aktien der Thurmed AG zu 100 Prozent dem Kanton gehören, hat der Regierungsrat bei diesem Projekt auch ein Mitspracherecht.
Von Thurgau geleitetes Spital in Wetzikon würde Bevölkerung helfen
Sollte die Thurmed AG den Zuschlag für die Beteiligung am Spital in Wetzikon erhalten, könnten alle Patientinnen und Patienten im Kanton Thurgau davon profitieren. Das sagt die SP-Fraktionspräsidentin Barbara Dätwyler gegenüber Radio Munot. Die Thurmed AG, die sich im Besitz des Kantons befindet, plant, sich strategisch an dem finanziell angeschlagenen Spital in Wetzikon zu beteiligen. Von einer Zusammenarbeit über die Kantonsgrenzen hinweg könne man profitieren, so Dätwyler weiter. Ob die Thurmed AG in das Spital in Wetzikon einsteigt, ist noch unklar. Die bisherigen Eigentümergemeinden müssen sich zwischen der Thurmed AG und einem weiteren Bewerber entscheiden. Im Spätherbst soll eine erste Entscheidung feststehen.