
Regionalnachrichten vom 4. März 2026, 16:30 Uhr
Vorgelesen von Nicolás Valero
04.03.2026
Sinnvolle Nutzung von Abwärme wäre auch für Stadt wertvoll
Bevor weitere Rechenzentren geplant werden, sollen der Kanton und die Stadt Schaffhausen konkrete Vorschriften einführen. Das fordert der grüne Kantonsrat Maurus Pfalzgraf in einem Interview mit Radio Munot. Nach den beiden Rechenzentren in Beringen gibt es nun Überlegungen, auch in Herblingen ein Datenzentrum zu bauen. Das zeigen Recherchen von Radio Munot. Konkret geht es Pfalzgraf um den Standort des Rechenzentrums. Die beiden in Beringen seien dafür nicht geeignet, da sie zu weit weg sind, um die Abwärme sinnvoll nutzen zu können. Konkrete Pläne für das dritte Rechenzentrum in Herblingen seien noch nicht bekannt. Deshalb wolle sich die Stadt Schaffhausen nicht zu den Plänen äussern, hiess es auf Anfrage von Radio Munot bei Stadtpräsident Peter Neukomm.
Justizkommission weist Kritik an Oberrichter zurück
Die Justizkommission des Schaffhauser Kantonsparlaments stärkt den Schaffhauser Richterinnen und Richtern den Rücken. Das schreibt die Kommission in einer Medienmitteilung. Konkret geht es um Kritik am Schaffhauser Oberrichter Kilian Meyer. SVP-Kantonsrat Markus Fehr hatte beanstandet, dass Meyer ein Referat zum Thema Migrationsrecht gab. Meyer zeigte auf, wie ausländische Personen vor Gericht verteidigt werden können. Der Regierungsrat hatte die Kritik aus der SVP in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage bereits zurückgewiesen. Radio Munot hatte Mitte Februar darüber berichtet. Nachdem die Schaffhauser Nachrichten anfangs Woche ebenfalls über das Thema berichtet hatten, nimmt nun auch die Justizkommission Stellung. Aus ihrer Sicht besteht kein Handlungsbedarf. Die Schaffhauser Richterinnen und Richter würden ihre Aufgabe unabhängig, sachlich und mit hoher Professionalität erfüllen, so die Kommission.
Thurgauer Volksinitiative für Änderung des Wahlsystems eingereicht
Die Unterschriften für die Volksinitiative „Mehr Transparenz bei Wahlen im Thurgau“ sind heute eingereicht worden. Das teilte das Initiativkomitee mit. Die Initiative wurde im vergangenen September lanciert. Zusammengekommen sind knapp 4’400 Unterschriften. Damit ist das nötige Quorum von 4’000 Unterschriften erreicht worden. Lanciert wurde die Initiative von Vertreterinnen und Vertretern der GLP, Grünen, EVP, EDU und Aufrecht Thurgau. Sie fordert eine Änderung des Wahlsystems bei Grossratswahlen. Neu soll der sogenannte Doppelproporz nach Pukelsheim eingeführt werden. Bei diesem System werden die Stimmen zuerst kantonsweit ausgewertet und erst danach auf die Wahlkreise verteilt. Als nächstes wird die Staatskanzlei die eingereichten Unterschriften prüfen. Der Thurgauer Regierungsrat stellt daraufhin fest, ob die Initiative zustande gekommen ist.