
Regionalnachrichten vom 26. Februar 2026, 11:30 Uhr
Vorgelesen von Jonas Mielsch
26.02.2026
Lücke bei Besteuerung von Online-Plattformen soll geschlossen werden
Bei der Besteuerung von Online-Plattformen gibt es in der Schweiz eine Lücke. Dieser Meinung ist der Schaffhauser Regierungsrat. Er begrüsst deshalb die Pläne des Bundes, dass neu auch elektronische Dienstleistungen wie Apps, Games, Filme und Musik besteuert werden sollen. Zur Durchsetzung sollen Online-Plattformen wenn nötig gesperrt werden. Dazu soll das Mehrwertsteuergesetz angepasst werden. Eine weitere Gesetzesänderung betrifft Dienstleistungen in der Hotelbranche. Künftig soll es einfacher werden, kombinierte Produkte wie zum Beispiel eine Hotelübernachtung inklusive Frühstück und Skiabo zu einem reduzierten Steuersatz anzubieten. Auch diese Änderung begrüsst der Schaffhauser Regierungsrat, wie er in einer Medienmitteilung schreibt.
Kanton Thurgau plant elektronisches Amtsblatt
Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat den Projektauftrag zur Einführung eines elektronischen Amtsblatts erteilt. Künftig soll das Amtsblatt nicht mehr gedruckt, sondern ausschliesslich digital erscheinen. Als Plattform ist «ePublikation» des SECO vorgesehen, die bereits von mehreren Kantonen genutzt wird. Unteranderem auch der Kanton Schaffhausen. Die Umstellung ist für das erste Halbjahr 2027 geplant; parallel dazu soll das Gesetz über die öffentlichen Bekanntmachungen totalrevidiert werden.
Wenn Worte wandern: 17.Erzählzeit verbindet 44 Gemeinden
Das Schaffhauser Literaturfest «Erzählzeit ohne Grenzen» findet dieses Jahr bereits zum 17. Mal statt. Insgesamt gibt es 59 Vorlesungen von 30 Autorinnen und Autoren. Die Veranstaltungen sind in der ganzen Region verteilt, wie Oliver Thiele, Bereichsleiter der Schaffhauser Bibliotheken und Co-Programmleiter des Festivals, im Interview mit Radio Munot sagte. Insgesamt beteiligen sich 44 Gemeinden in der Schweiz und Deutschland am Festival. Die erste Lesung findet am 21. März statt, die letzte am 29. März. Alle Veranstaltungen sind kostenlos.
Weniger Straftaten, aber mehr Gewalt gegen Einsatzkräfte bei Polizeipräsidium Konstanz
Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz sind die Straftaten 2025 um zehn Prozent auf rund 28’000 Fälle gesunken. Dennoch stiegen die Delikte gegen das Leben auf 28 Fälle, acht Menschen kamen ums Leben, wie das Polizeipräsidium Konstanz mitteilt. Einen Höchststand erreichte die Gewalt gegen Einsatzkräfte. 402 Polizistinnen und Polizisten sowie 17 Rettungskräfte wurden angegriffen. Rückläufig waren dagegen unter anderem Körperverletzungen, Rauschgiftdelikte und Cybercrime-Fälle.