
Regionalnachrichten vom 23. April 2026, 11:30 Uhr
Vorgelesen von Nicolás Valero
23.04.2026
Potenziell suizidgefährdete Frau wird von der Polizei gewaltsam mitgenommen
Die Schaffhauser Polizei hat vor kurzem eine junge Frau gewaltsam abgeführt, die angedroht hat, sich das Leben zu nehmen. Anschliessend wurde sie zudem zu einer Busse verurteilt. Das geht aus einem Strafbefehl hervor, den Radio Munot bei der Schaffhauser Staatsanwaltschaft einsehen konnte. Im Januar meldete der Sozialberater der jungen Frau, dass diese ihm per E-Mail mitgeteilt habe, dass sie sich das Leben nehmen werde. Deshalb schickte die Polizei eine Patrouille zu ihr. Die Polizisten fanden Sie stark alkoholisiert vor. Sie seien deshalb zum Schluss gekommen, dass die Frau eine Gefahr für sich selbst sei. Sie teilten der Frau mit, dass sie auf die Zentrale mitkommen muss. Dort solle geprüft werden, ob eine fürsorgerische Unterbringung nötig sei. Da die Frau nicht mitkommen wollte, versuchten die Polizisten, ihr Handschellen anzulegen. Als sie sich auch dagegen wehrte, wendeten die Polizisten Gewalt an und fixierten sie auf dem Boden. Jetzt wurde die junge Frau ausserdem zu einer Gebühr und Busse von insgesamt 600 Franken verurteilt.
Neuhauser Kommission hat keine Einwände zur Totalrevision des Kläranlagenverbands
Eine Kommission des Neuhauser Einwohnerrats unterstützt die Reorganisation des Kläranlagenverbands. Sie empfiehlt die Vorlage zur Annahme, wie dem Kommissionsbericht zu entnehmen ist. Zum Kläranlageverband gehören die Stadt Schaffhausen, Neuhausen sowie Flurlingen und Feuerthalen. Geplant ist eine umfassende Überarbeitung der Verbandsordnung sowie die Aufteilung in zwei separate Verbände. Ein Verband mit dem Namen „RESU“ soll sich um das Recycling und die Entsorgung kümmern. Teil des zweiten Verbandes mit dem Namen „Abwasserverband Röti“ wird die Kläranlage in Neuhausen. Alle vier Gemeinden müssen den neuen Verbänden zustimmen. Der Neuhauser Einwohnerrat wird voraussichtlich in einer Woche die Vorlage zur Totalrevision behandeln.
Kanton Zürich kritisiert Änderung des Bankengesetzes
Der Kanton Zürich kritisiert die geplante Änderung des Bankengesetzes durch den Bundesrat. Das schreibt der Kanton zusammen mit den Kantonen Tessin und Genf in einer gemeinsamen Stellungnahme. Sie bemängeln, dass sich der Bundesrat für die restriktivste Variante bei den neuen Eigenmittelvorschriften entschieden hat. Dies könne zu einer Überregulierung führen und die Ertragskraft international tätiger Banken wie der UBS schwächen. Die drei Kantone wollen sich nun aktiv in die bevorstehende Beratung des Geschäfts im eidgenössischen Parlament einbringen.
Fremder gibt sich als Gemeindemitarbeiter aus und klaut Gegenstände in Wohnung
Ein unbekannter Mann hat sich gestern in Eschenz als Gemeindemitarbeiter ausgegeben und sich so unbefugt Zutritt zu einem Gebäude verschafft. Das teilt heute die Kantonspolizei Thurgau mit. Der Mann erschien am Vormittag bei einer Liegenschaft, gab sich als Gemeindemitarbeiter aus und behauptete, den Strom ablesen zu müssen. Daraufhin wurde ihm der Zutritt zur Wohnung gewährt. Der Mann nutzte einen unbeobachteten Moment, um Wertsachen zu stehlen. Anschliessend verliess er das Haus in unbekannte Richtung. Die Polizei weist darauf hin, grundsätzlich keine fremden Personen ins Haus zu lassen und im Zweifelsfall zuerst telefonisch nachzufragen.