
Regionalnachrichten vom 21. Juli 2026, 16:30 Uhr
Vorgelesen von Nicolás Valero
21.07.2026
Kantonsforstamt geht mit Fallen gegen Problemfalter vor
Das Schaffhauser Kantonsforstamt hat Fallen aufgestellt, um die so genannten Eichenprozessionsspinner genauer beobachten zu können. Das sagt der Schaffhauser Kantonsforstmeister Urban Brütsch im Interview mit Radio Munot. Konkret soll festgestellt werden, ob sich die Falter vermehren. Die giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners sind in mehreren Wäldern im Klettgau entdeckt worden. Auch in Stetten sind sie gesichtet worden. Die Haare der Raupen können bei Menschen Reizungen der Haut, der Augen und der Schleimhäute verursachen. Bei starkem Kontakt können Menschen sogar in Atemnot geraten. Deshalb sind einige Waldgebiete gesperrt worden. Demnächst werden sich die Raupen nun verpuppen. Anschliessend fliegen die Falter aus.
Lösegeldforderung gegen Stadler nach Datenklau
Cyberkriminelle fordern vom Thurgauer Zughersteller Stadler zehn Millionen Franken Lösegeld. Das teilt das Unternehmen mit. Unbekannte verschafften sich Mitte Juli über kompromittierte Zugangsdaten Zugriff auf eine Datenaustauschplattform zwischen Stadler und einem Zulieferbetrieb. Laut Stadler wurden dabei keine sicherheitsrelevanten oder personenbezogenen Daten gestohlen. Die Produktion und der Betrieb der Fahrzeuge seien vom Angriff nicht betroffen. Stadler hat bei der Kantonspolizei Thurgau Strafanzeige eingereicht und kündigt an, unter keinen Umständen Lösegeld zu bezahlen. Bereits im Jahr 2020 war das Unternehmen Ziel eines Cyberangriffs geworden.
Abklärungen zur Nachfrage einer Tischmesse in Thayngen
Der Gewerbeverein Reiat plant Anfang nächsten Jahres eine Tischmesse für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe. Das berichtet heute der Thaynger Anzeiger. An der Schule Thayngen sollen sich Jugendliche über Lehrbetriebe und Lehrberufe im Bezirk Reiat informieren können. Der Anlass ist für den kommenden Januar geplant und soll einen halben Tag dauern. Mit einer Umfrage bei den Vereinsmitgliedern will der Gewerbeverein nun das Interesse an einer Teilnahme abschätzen. Die Rückmeldefrist läuft bis Mitte August.
Polizei geht erfolgreich gegen Autohehler in Tuttlingen vor
Der Kriminalpolizei Rottweil ist im Raum Tuttlingen ein Schlag gegen eine mutmassliche Gruppe von Autohehlern gelungen. Das teilt das Polizeipräsidium Konstanz mit. Seit Juni 2025 ermittelten die Behörden gegen eine überwiegend aus Rumänen bestehende Gruppierung, deren mutmassliche Haupttäter im Raum Tuttlingen agierten. Die Verdächtigen sollen im grossen Stil gestohlene Autos, Lastwagen und Transporter unter anderem aus Frankreich, Italien, Spanien und Ungarn grösstenteils nach Rumänien verschoben haben. Der Gruppierung konnten laut Polizei 37 Fälle von Hehlerei mit einem Gesamtwert von rund 1,3 Millionen Euro nachgewiesen werden. Parallel dazu wurde auch in Rumänien ermittelt, unter anderem mit Hausdurchsuchungen. Von den elf Beschuldigten befinden sich fünf Verdächtige in Deutschland und ein weiterer in Rumänien in Untersuchungshaft.