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Regionalnachrichten vom 2. November 2026, 16:30 Uhr

Vorgelesen von Jennifer Gyseler

02.11.2026

GPK will Budget 2027 der Stadt Schaffhausen ändern

Die Geschäftsprüfungskommission des Grossen Stadtrats Schaffhausen beantragt mehrere Änderungen am Budget 2027, wodurch das erwartete Defizit der Stadt von rund 5,8 auf etwa 5 Millionen Franken sinken soll. Unter anderem will die GPK die geplante Lohnsummenentwicklung von 1 auf 0,5 Prozent reduzieren. Zudem sollen verschiedene geplante Pensenerhöhungen gekürzt oder befristet werden. Insgesamt würde sich der geplante Stellenaufbau somit von 20 auf 13,6 Vollzeitstellen reduzieren. Der Steuerfuss soll hingegen unverändert bleiben. Für natürliche Personen sind weiterhin 83 Prozentpunkte und für juristische Personen 93 Prozentpunkte vorgesehen. Die GPK fordert ausserdem, dass frei werdende Stellen künftig systematisch auf ihre Notwendigkeit geprüft werden. Bis Februar 2027 soll der Stadtrat dazu einen überarbeiteten Wiederbesetzungsprozess vorlegen.

25’000 Franken für die Bekämpfung von Lungenkrankheiten in Kirgistan

Der Schaffhauser Konrad Bloch hat den Preis für Entwicklungszusammenarbeit vom Schaffhauser Kantonsparlament erhalten. Er hat ein Projekt zur Unterstützung und Ausbildung von Gesundheitspersonal in Kirgistan und angrenzenden Ländern gegründet. In Zentralasien seien Lungenkrankheiten ein grosses Problem. Zum einen sei das Rauchen in der Bevölkerung weit verbreitet. Zum anderen würden häufig offene Feuer in Jurten gemacht, was dazu führe, dass die Bewohnenden die Rauchpartikel einatmen. Das sagt Bloch im Interview mit Radio Munot. Der Preis für Entwicklungszusammenarbeit ist mit 25'000 Franken dotiert. Er wird jedes Jahr vom Schaffhauser Kantonsparlament vergeben.

19-Jähriger wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft

Im Landkreis Tuttlingen ist ein 19-Jähriger wegen des Verdachts auf versuchten Mord in zwei Fällen festgenommen worden. Zudem wird ihm unter anderem gefährliche Körperverletzung und die Gründung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Laut einer gemeinsamen Medienmitteilung des Polizeipräsidiums Konstanz und des Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg, soll der Mann Gründer und Mitglied eines sogenannten COM-Netzwerks gewesen sein. Die Gruppierung soll Kinder und Jugendliche online gezielt zu Selbstverletzungen, Suizidversuchen und der Übermittlung von Nacktbildern gebracht haben. Dem 19-Jährigen wird vorgeworfen, gemeinsam mit anderen versucht zu haben, ein Kind und eine Jugendliche in den Suizid zu treiben. In weiteren Fällen soll er Mädchen zwischen 12 und 15 Jahren zu Selbstverletzungen gebracht haben. Der Mann wurde am Montagmorgen festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Gleichzeitig durchsuchten die Ermittler fünf Objekte und stellten elektronische Beweismittel sicher.