
Regionalnachrichten vom 2. Juni 2026, 16:30 Uhr
Vorgelesen von Jimmy Sauter
02.06.2026
Feuerwehrverband gegen Temporeduktionen in der Stadt
Der Feuerwehrverband des Kantons Schaffhausen hat sich in die Debatte um Temporeduktionen auf den Hauptverkehrsstrassen in der Stadt Schaffhausen eingeschaltet. Der Verband lehnt neue Tempo-30-Zonen auf der Bachstrasse und der Steigstrasse ab. Das schreibt der Verband in einem offenen Brief an den Schaffhauser Stadtrat. Bei einem Ernstfall müssen die Einsatzkräfte schnell von ihrem Arbeitsplatz oder ihrem Zuhause in die Depots einrücken können. Temporeduktionen würden somit dazu führen, dass die Einsatzkräfte später am Ort des Geschehens eintreffen, so der Feuerwehrverband. Das könnte wiederum Menschen und Tiere gefährden oder zu höheren Schäden bei Gebäuden im Falle eines Brandes führen. Präsident des kantonalen Feuerwehrverbandes ist Luca Jaquet, der auch die Schaffhauser Sektion des Auto Gewerbe Verbands Schweiz präsidiert.
Amcor-Umweltskandal: Andelfingen betont Unschuld
Die Gemeinde Andelfingen hat sich zum Umweltskandal der Firma Amcor geäussert. Die Gemeinde hält fest, dass kein Material, das mit PFAS belastet ist, direkt bei der Abwasserreinigungsanlage (ARA) von Andelfingen entsorgt wurde. Laut der Medienmitteilung der Gemeinde sei das in einem Artikel des Landboten suggeriert worden. Das belastete Material ist laut der Gemeinde zuerst zum Werkhof eines nahegelegenen Entsorgungsunternehmens transportiert worden. Dort sei es über eine Aufbereitungsanlage für ölhaltige Abwasser entsorgt worden. Über das öffentliche Kanalisationsnetz gelangte das Material dann offenbar in die ARA Andelfingen. Bei der ARA selber sei es zu keinen strafbaren Handlungen gekommen, so die Gemeinde. Weiter soll das betroffene Entsorgungsunternehmen nicht darüber informiert worden sein, dass das Material mit PFAS belastet ist. Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit dem Amcor-Skandal die Ermittlungen aufgenommen. Darüber berichtete unter anderem das St. Galler Tagblatt. Dem Verpackungskonzern wird vorgeworfen, dass er verschmutztes Wasser vor rund fünf Jahren nicht korrekt entsorgt hat.
Laufen-Uhwiesen will Sozialaufgaben an Marthalen abgeben
Der Gemeinderat von Laufen-Uhwiesen will die Bearbeitung von Sozialhilfe-Gesuchen künftig an die Gemeinde Marthalen auslagern. Marthalen soll sich generell um alle Aufgaben der Sozialen Dienst von Laufen-Uhwiesen kümmern. Das schreibt der Gemeinderat von Laufen-Uhwiesen im aktuellen Mitteilungsblatt der Gemeinde. Er hat deshalb einen entsprechenden Grundsatzentscheid gefällt. Gleichzeitig ist mit Marthalen eine Leistungsvereinbarung über die Führung des Sozialamts abgeschlossen worden. Die Situation auf den Sozialämtern werde von den Mitarbeitenden zunehmend als schwierig eingestuft, so der Gemeinderat von Laufen-Uhwiesen. Es sei effizienter, wenn sich eine Gemeinde um die sozialen Aufgaben von mehreren Gemeinden kümmert. Zum Beispiel werde dadurch der Einsatz von technischen Hilfsmitteln wirtschaftlicher. Der Entscheid hat auch Folgen für das Personal: Die Leiterin der Sozialen Dienste von Laufen-Uhwiesen wird ab 2027 für Marthalen tätig sein. Die Professionalisierung der Gemeindeaufgaben im Sozialbereich soll auch den Bezügerinnen und Bezügern von Sozialhilfe zugutekommen.
Arbeitsunfall in Diessenhofen: Mann mit Helikopter ins Spital geflogen
In Diessenhofen ist heute Morgen ein Mann bei einem Arbeitsunfall schwer im Gesicht verletzt worden. Das teilt die Thurgauer Kantonspolizei mit. Die Notrufzentrale wurde um kurz nach 10 Uhr über den Unfall informiert. Der 30-jährige Arbeiter sei mit der Montage von Fenstern beschäftigt gewesen. Aus noch unbekannten Gründen erlitt er dabei Verletzungen durch eine Fräse. Nach der Erstversorgung wurde er mit einem Helikopter in ein Spital geflogen. Die Suva und der Kriminaltechnische Dienst der Thurgauer Kantonspolizei klären nun den genauen Unfallhergang ab.