
Regionalnachrichten vom 16. März 2026, 11:30 Uhr
Vorgelesen von Jimmy Sauter
16.03.2026
Infoanlass zu Datencentern sorgt für Kontroverse
Der Beringer SVP-Kantonsrat Roman Schlatter beanstandet, dass sich zwei Mitglieder des Parlaments nicht an die Regeln und Gepflogenheiten des Rates gehalten haben sollen. Wie er an der heutigen Kantonsratssitzung sagt, geht es um einen Informationsanlass zu Datencentern von SP-Kantonsrätin Eva Neumann und dem grünen Kantonsrat Maurus Pfalzgraf. So seien die Einladungen zu diesem Anlass laut Schlatter über das Sekretariat des Kantonsrats verschickt worden. Da es sich bei diesem Informationsanlass um ein privates Engagement der beiden Parlamentsmitglieder handelt, sei dies seiner Meinung nach unzulässig.
Stadt soll weniger Spielraum bei Tempo-30-Zonen haben
Der Kanton Schaffhausen soll künftig wieder das letzte Wort haben, wenn es darum geht, auf welchen Kantonsstrassen in der Stadt Schaffhausen Tempo 30 gilt. Eine bürgerliche Mehrheit hat sich an der heutigen Sitzung des Schaffhauser Kantonsrats für einen entsprechenden Vorstoss von SVP-Politiker Michael Mundt ausgesprochen. Heute befinden sich Kantonsstrassen innerhalb der Stadt in städtischem Besitz. Schaffhausen ist die einzige Gemeinde im Kanton, für die eine solche Ausnahmeregelung existiert. Befürworter des Vorstosses befürchten, dass die Stadt flächendeckend Tempo 30 einführen will. Gegner argumentieren, dass der Bund schon heute klare Regeln dazu vorgibt, wo Tempo 30 möglich ist und wo nicht. Nun muss der Regierungsrat eine Vorlage zur Änderung des kantonalen Strassengesetzes ausarbeiten.
Seniorenzentrum Thayngen: ein Jahr nach den Turbulenzen
Ein Jahr nach Veröffentlichung der Untersuchungsberichte zum Thaynger Seniorenzentrum zieht der Gemeinderat eine positive Zwischenbilanz. Im Altersheim sei es ruhiger geworden. Das schreibt der Gemeinderat in einer Medienmitteilung. Vor knapp einem Jahr hat Gabriella Coronelli das Heimreferat übernommen. Seither seien unter anderem die Konzepte zum Medikamentenmanagement und zur Hygiene angepasst worden. Als Folge der Untersuchungsberichte kam es zudem zu einigen personellen Wechseln und Umstrukturierungen. Diese hätten zu neuen Impulsen geführt. Details zu den Personalwechseln gibt der Gemeinderat mit Verweis auf personalrechtliche Gründe nicht bekannt.
Peter Sticher wird im Sommer 2027 zurücktreten
Der erste Staatsanwalt des Kantons Schaffhausen, Peter Sticher, gibt sein Amt im Sommer 2027 ab. Das bestätigt Sticher im Interview mit Radio Munot. Er habe sich entschieden, sieben Monate vor der ordentlichen Pensionierung zurückzutreten. Im Jahr 2028 wird er 65 Jahre alt. Peter Sticher ist seit dem Jahr 2011 oberster Schaffhauser Staatsanwalt. Unter seiner Leitung musste sich die Schaffhauser Staatsanwaltschaft unter anderem mit dem so genannten Kettensägen-Angriff von 2017 befassen. Der Fall sorgte international für Schlagzeilen. Voraussichtlich am 9. Juni wird sich das Obergericht erneut damit befassen. Es geht um die Frage, ob der Täter fünf weitere Jahre in einer stationären Einrichtung behandelt werden muss.
Autofahrer mit 1,7 Promille unterwegs
Die Thurgauer Kantonspolizei hat gestern Sonntag in Pfyn einen alkoholisierten Autofahrer aus dem Verkehr gezogen. Das gab die Polizei heute Morgen bekannt. Der 61-jährige Autofahrer war durch eine unsichere Fahrweise aufgefallen. Kurz nachdem die Polizei darüber informiert wurde, konnte sie den Mann an seinem Wohnort antreffen und kontrollieren. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,7 Promille. Der Mann musste deshalb umgehend seinen Führerschein abgeben.