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Regionalnachrichten vom 12. Juni 2026, 11:30 Uhr

Vorgelesen von Jennifer Gyseler

12.06.2026

Regierungsrat lehnt Gegenvorschlag zur zweiten Konzernverantwortungsinitiative ab
Eine Annahme des Gegenvorschlags zur zweiten nationalen Konzernverantwortungsinitiative würde zu zusätzlichen Kosten für die Kantone und den Bund führen. Das schreibt der Schaffhauser Regierungsrat in seiner Stellungnahme an den Bund. Die zweite Konzernverantwortungsinitiative fordert unter anderem, dass Unternehmen stärker für allfällige Missachtungen von Menschenrechten haften, die sie im Ausland begehen. Der Bundesrat plant, einzelne Forderungen der Initiative in Form eines indirekten Gegenvorschlags umzusetzen. Künftig sollen alle grossen Schweizer Unternehmen dazu verpflichtet werden, Risiken für allfällige Menschenrechtsverletzungen zu senken. Betroffen wären Unternehmen mit mehr als 5’000 Vollzeitstellen oder mit einem Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Franken. Der Schaffhauser Regierungsrat befürchtet, dass die Überwachung der Konzernaktivitäten zu zusätzlichen Ausgaben für Bund und Kantone führt. Er ist zudem der Meinung, dass die Aufsichtsfunktion des Bundes auf ein Minimum beschränkt werden soll.

Neunkirch soll Mitgliedschaft beim Naturpark verlängern
Die Gemeinde Neunkirch soll auch in den kommenden Jahren Mitglied beim Schaffhauser Naturpark sein. Dieser Ansicht ist der Gemeinderat. Er beantragt deshalb bei der Gemeindeversammlung, die Mitgliedschaft zu verlängern. Konkret geht es um die zweite Betriebsphase des Regionalen Naturparks, die von 2028 bis 2037 dauert. Die Mitgliedschaft kostet Neunkirch knapp 11’000 Franken pro Jahr. Das sind vier Franken pro Einwohnerin und Einwohner. Während der ersten Betriebsphase sei jedoch das Fünffache in Form von Investitionen in Projekte zurück nach Neunkirch geflossen, so der Gemeinderat. Die Gemeindeversammlung wird am 18. Juni über die Verlängerung der Mitgliedschaft beim Naturpark entscheiden.

Trasadingen tritt Recycling- und Entsorgungsverband Resu bei
Die Gemeinde Trasadingen tritt dem Abfallverband „Resu” bei. Dies wurde an der gestrigen Gemeindeversammlung beschlossen, wie Gemeindepräsident Werner Haas auf Anfrage von Radio Munot bestätigt. Somit wird Trasadingen in Zukunft mehr Mitbestimmungsrechte bei der Kehrrichtentsorgung haben. Dem Beitritt zum neuen Schaffhauser Recycling- und Entsorgungsverband wurde mit fünf Enthaltungen, sechs Nein-Stimmen und 49 Ja-Stimmen zugestimmt. Einstimmig angenommen wurde die Jahresrechnung 2025, die einen Überschuss von rund 100'000 Franken ausweist.

Raupen des Eichenprozessionspinner nun auch in Neunkirch und Trasadingen
In der Region Schaffhausen sind weitere Befälle durch Raupen des Eichenprozessionsspinner festgestellt worden. Das Kantonsforstamt Schaffhausen hat dies in einer Mitteilung bekanntgegeben. Neben den bereits bekannten Waldpartien in den Gemeinden Gächlingen, Siblingen und Löhningen wurden nun auch Raupen in Neunkirch und Trasadingen entdeckt. Die Haare dieser Raupen sind giftig. Sie können bei Menschen Hautreizungen, Augenreizungen und Reizungen der Schleimhäute verursachen. Bei starkem Kontakt können Menschen sogar in Atemnot geraten. Es wird zudem erwartet, dass die gesundheitlichen Risiken in den kommenden Wochen noch zunehmen. Der Kanton empfiehlt deshalb, die betroffenen Waldgebiete zu meiden.

Unterverzollter Sportwagen aus dem Verkehr gezogen
Beim Hauptzollamt Singen ist ein unverzollter Porsche aus den 1980er Jahren entdeckt worden. Dies berichtet das Hauptzollamt Konstanz. Der Fahrer war im Auftrag des Besitzers mit dem Fahrzeug von der Schweiz in Richtung Nordrhein-Westfalen unterwegs. Auf dem Parkplatz Räthisgraben kam er in eine Routinekontrolle des Hauptzollamts Singen. Die Zöllner kontrollierten den geschlossenen Anlieger mitsamt dem Fahrzeug. Da der Mann keine Einfuhrdokumente vorlegen konnte, leiteten die Zöllner ein Steuerstrafverfahren ein. Der Wert des Sportwagens war auf einer Rechnung mit rund 110'000 Euro angegeben. Davon berechneten die Zöllner anfallende Einfuhrabgaben von rund 35'000 Euro. Bis der Fahrer die Einfuhrabgaben bezahlen konnte, wurde das Fahrzeug vom Zoll sichergestellt.