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Regionalnachrichten vom 1. Dezember 2025, 11.30 Uhr

Vorgelesen von Maximilian Wiggenhauser

01.12.2025

Kantonsrat spricht mehr Geld für Unterstützung von Kindern mit Beeinträchtigung

Eltern von Kindern mit Beeinträchtigungen werden künftig vom Kanton Schaffhausen finanziell stärker unterstützt. Das hat das Schaffhauser Kantonsparlament heute ohne Gegenstimmen bei nur einer Enthaltung entschieden. Somit wird der Kanton Schaffhausen mehr Geld für die Kinderbetreuung durch heilpädagogisches Fachpersonal ausgeben. Für den Kanton entstehen Mehrkosten von knapp 13'000 Franken pro Kind. Es wird damit gerechnet, dass rund 25 Kinder und deren Eltern davon profitieren werden. Das entspräche jährlichen Kosten von 320'000 Franken. Von bürgerlicher Seite wird befürchtet, dass die Kosten höher ausfallen.

Dino Tamagni: „Wirtschaftsförderung hat nicht versagt“

Der Schaffhauser Volkswirtschaftsdirektor Dino Tamagni verteidigt die kantonale Wirtschaftsförderung gegen Kritik von SVP-Kantonsrat Walter Hotz. Hotz hatte nach dem gescheiterten Uni-Projekt des Multimillionärs Serg Bell eine Interpellation eingereicht. In das private Uni-Projekt waren Fördergelder des Kantons von mehr als einer Million Franken geflossen. Hotz sprach anschliessend von einem Versagen der Wirtschaftsförderung. Tamagni entgegnet nun, dass der Wirtschaftsförderung kein Versagen vorgeworfen werden könne. Dass Serg Bell sich für den Standort Bremen und nicht für Schaffhausen entschieden habe, sei unter anderem einem Entscheid des Bundes zuzuschreiben. Der Bund verweigerte der privaten Uni eine Akkreditierung als anerkannte Hochschule. Zudem habe Serg Bell in Schaffhausen keinen geeigneten Standort für einen Uni-Campus gefunden. Der Gründer der Firma Acronis, früher als Serguei Beloussov bekannt, plante einst in Schaffhausen eine Universität mit einem Campus für bis zu 1000 Studierende. Im Sommer gab das Constructor Institute of Technology, auch bekannt als Schaffhauser Institute of Technology (SIT), allerdings den Rückzug aus Schaffhausen bekannt.

Flaachemer Gemeinderat rechnet für das kommende Jahr mit Minus

Der Gemeinderat von Flaach rechnet für das kommende Jahr mit einem Minus von rund 102’000 Franken. Das geht aus dem Budget 2026 der Gemeinde hervor. Trotz des Minus empfiehlt der Gemeinderat der Stimmbevölkerung, den Steuerfuss der Gemeinde bei 42 Prozent zu belassen. Weiter soll im nächsten Jahr die Bau- und Zonenordnung der Gemeinde überarbeitet werden. Dafür sind Kosten von 30’000 Franken budgetiert. Die Stimmbevölkerung von Flaach wird an der Gemeindeversammlung am 3. Dezember über das Budget 2026 diskutieren.

Zürcher Staatsanwaltschaft gelingt Coup gegen Krypto-Kriminelle

Die Zürcher Strafverfolgungsbehörden haben eine Krypto-Geldwäscherei hochgenommen. Über ein Portal sollen Milliardenerlöse aus diversen Online-Verbrechen gewaschen worden sein. Das teilen die Zürcher Staatsanwaltschaft, Stadtpolizei und Kantonspolizei mit. Die Beschuldigten sollen damit einen Gewinn von mehreren Millionen Franken erzielt haben. Ende November haben die Behörden die Server-Infrastruktur der mutmasslichen Geldwäscher lahmgelegt. Zudem wurden Bitcoins im Wert von 23 Millionen Franken sichergestellt. Die Ermittlungen fanden in Zusammenarbeit mit Eurojust, Europol und der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main sowie dem Deutschen Bundeskriminalamt statt.