
Quaggamuscheln werden ab morgen ausgebaggert
Fischereiverband kritisiert die Notbaggerungen
09.06.2026
Morgen beginnen auf dem Rhein bei Hemishofen Notbaggerungen, um Quaggamuscheln zu entfernen. Das haben die Kantone Schaffhausen und Thurgau beschlossen, wie der Schaffhauser Fischereiverband publik macht. Die Fischer kritisieren die Ausbaggerungen. Sie seien auf Druck der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) beschlossen worden. Das Ausbaggern sei jedoch keine nachhaltige Lösung und der Eingriff in die Natur sei zu gross. Das sagt Marco Stoll, Co-Präsident des kantonalen Fischereiverbandes, im Interview mit Radio Munot. Er fordert, dass die URh ihre Flotte an die neuen Rahmenbedingungen anpasst. Sie soll Schiffe mit weniger Tiefgang anschaffen. Der niedrige Pegelstand des Rheins und die Ablagerungen von Quaggamuscheln beeinträchtigen die Schifffahrt der URh. Ihre Kursschiffe können zurzeit nicht zwischen Diessenhofen und Stein am Rhein verkehren. Die zuständige Behörde des Kantons Schaffhausen wollte sich heute Morgen gegenüber Radio Munot noch nicht zur Kritik der Fischer äussern.