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Polygraf: Neue Lehre, alte Tradition

Ein Wurf ins kalte Wasser

17.08.2026

In diesem Sommer haben die ersten Polygrafinnen und Polygrafen ihre Lehre nach der neuen Reform abgeschlossen. Im Jahr 2022 wurde die Ausbildung aufgrund der zunehmenden Digitalisierung des Berufs angepasst. Dies wirkt sich vor allem auf die Abschlussprüfung aus, wie Christian Vogt, Ausbildner beim Schaffhauser Druckwerk, gegenüber Radio Munot sagt. Bisher mussten alle Lernenden dieselbe Abschlussprüfung schreiben. Nun muss der Ausbildungsbetrieb eine Aufgabe einreichen. Dies liegt daran, dass der Beruf des Polygrafen nicht nur in Druckereien, sondern auch immer mehr in Werbeagenturen ausgeübt wird und sich die täglichen Arbeiten dort stark unterscheiden. Eine alte Tradition ist jedoch geblieben: das sogenannte „Gautschen”. Dieser Brauch geht auf die Zeit der Schriftsetzer zurück und symbolisiert die Aufnahme in den Berufsstand. Wer sich nach der Lehre offiziell Polygrafin oder Polygraf nennen will, muss sich also zuerst ins kalte Wasser werfen lassen.