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Marthalen wehrt sich gegen Lehrpersonalgesetzanpassung

Mehrere Gemeinden wollen Referendum

28.04.2026

Durch die Anpassung des Lehrpersonalgesetzes im Kanton Zürich würden auf die Gemeinde Marthalen jährlich zusätzliche Kosten von rund 90'000 Franken zukommen. Das sagt der Gemeindepräsident Matthias Stutz gegenüber Radio Munot. Der Gemeinderat hat deshalb gegen die geplante Gesetzesanpassung das Gemeindereferendum ergriffen. Der Marthaler Gemeinderat geht in seiner Kritik kaum auf die Anliegen der Vorlage ein. Stattdessen kritisiert er die Kostenaufteilung, bei der die Gemeinden 80 Prozent der Mehrkosten tragen müssten. Insgesamt würde die Anpassung im Bereich der Überstundenentlöhnung und der Lektionenpflicht für alle Zürcher Gemeinden rund 83 Millionen Franken kosten. Gegen diese Vorlage haben bereits über 20 Gemeinden angekündigt, dass sie das Referendum ergreifen möchten. Zudem haben die SVP und die FDP des Kantons Zürich ein Kantonsratsreferendum ergriffen.

Kritik geht an Anliegen der Vorlage vorbei

Aus Sicht der Andelfinger Kantonsrätin Sibylle Jüttner verfehlen die aktuellen Diskussionen rund um die Anpassungen des Lehrpersonalgesetzes das eigentliche Thema. Das sagt sie gegenüber Radio Munot. Mit der Vorlage, die im Zürcher Kantonsrat knapp angenommen wurde, sollen Lehrkräfte für mehr Überstunden entschädigt werden und bei einem 100-Prozent-Pensum weniger Unterrichtsstunden leisten müssen. Über den Inhalt und das Anliegen werde jedoch kaum diskutiert, so Jüttner. Vonseiten der Zürcher Gemeinden wird mehrheitlich die Kostenaufteilung zwischen Kanton und Gemeinden kritisiert. Die Gemeinden müssten 80 Prozent der entstehenden Mehrkosten tragen. Aller Voraussicht nach wird auf die eine oder andere Weise noch das Referendum zustande kommen.