
Knapper Entscheid für mehr Sichtbarkeit von Frauen
Grosser Stadtrat
31.03.2026
Das Schaffhauser Stadtparlament will die Sichtbarkeit von Frauen in der Stadtgeschichte stärken. Es hat ein entsprechendes Postulat von SP-Stadtparlamentarierin Mirjam Senn knapp überwiesen. Mit 18 zu 17 Stimmen erhielt der Vorstoss eine Mehrheit. Gefordert wird, dass künftig mehr öffentliche Räume nach bedeutenden Frauen benannt werden. Ziel ist es, deren Leistungen stärker sichtbar zu machen. Der Stadtrat wird nun beauftragt zu prüfen, wie dieses Ungleichgewicht bei Strassen- und Platznamen reduziert werden kann und entsprechende Vorschläge auszuarbeiten.
Weitere Entscheide des Grossen Stadtrats:
Stichentscheid besiegelt Nein zu Wald-Postulat
Das Schaffhauser Stadtparlament hat das Postulat von EVP-Grossstadtrat Simon Furter äusserst knapp abgelehnt. Furter forderte mit einem Postulat, dass der Stadtrat die Bewirtschaftung der städtischen Wälder noch erholungsfreundlicher und naturnaher gestaltet. Der Stadtrat wollte das Postulat nicht annehmen und empfahl eine Umwandlung in eine Interpellation. Dies wollte Furter hingegen nicht. Das Stadtparlament konnte sich nicht entscheiden. 16 Ja-Stimmen zu 16 Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen. So kam der Präsident des Stadtparlaments, Christoph Hak, zu seinem ersten Stichentscheid. Er lehnte das Postulat ab. Das Geschäft ist damit erledigt.
Schaffhauser Stadtrat soll Stellen im Zuge der Digitalisierung prüfen
Das Schaffhauser Stadtparlament will den Einsatz von Personal in der Verwaltung überprüfen. Es hat ein entsprechendes Postulat von FDP-Stadtparlamentarier Jean Marc Behr mit 19 zu 15 Stimmen an den Stadtrat überwiesen. Gefordert wird, dass der Stadtrat prüft, welche Stellen durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz künftig wegfallen könnten. Betroffene Mitarbeitende sollen jedoch nicht entlassen, sondern in anderen Bereichen eingesetzt werden. Ziel ist es, die personellen Ressourcen effizienter zu nutzen und das Wachstum der Verwaltung im Verhältnis zur Bevölkerung zu begrenzen.
Stadtparlament lehnt Weidlings-Vorstoss knapp ab
Das Schaffhauser Stadtparlament hat ein Postulat zur Weitergabe von Bootsliegeplätzen an Weidlingsvereine an der gestrigen Sitzung knapp abgelehnt. Der Vorstoss von SP-Grossstadtrat Matthias Frick wollte erreichen, dass frei werdende Liegeplätze gezielt an solche Vereine vergeben werden. In der Abstimmung fiel der Entscheid äusserst knapp aus: 16 Stimmen dafür, 17 dagegen, bei einer Enthaltung. Damit wurde das Postulat nicht überwiesen.