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Kettensägen-Angreifer: Freilassung gefordert

Schaffhauser Obergericht vor Entscheidung

09.06.2026

Der Kettensägen-Angreifer von Schaffhausen soll nach neun Jahren freigelassen werden. Das forderte sein Pflichtverteidiger Thomas Fingerhuth heute Morgen vor dem Schaffhauser Obergericht. Sein Mandat habe grosse Fortschritte erzielt. Weiter fordert er ein neues Gutachten. Das letzte Gutachten sei dreieinhalb Jahre alt. Das sagt Fingerhuth gegenüber Radio Munot. Diesjährige Berichte der Universitätsklinik Zürich und der psychiatrischen Institution, in der der Kettensägen-Angreifer momentan verwahrt wird, seien zu wenig gründlich, so Fingerhuth weiter. Anders sieht dies die Staatsanwaltschaft. Die Berichte und das bestehende Gutachten würden zeigen, dass bei einer Freilassung eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Die stationären Massnahmen sollen darum um weitere fünf Jahre verlängert werden. Das Schaffhauser Kantonsgericht folgte in erster Instanz dieser Forderung. Das Urteil des Schaffhauser Obergerichts wird morgen Nachmittag veröffentlicht.

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Pflichtverteidiger Thomas Fingerhuth Radio Munot