
Info Kompakt vom 7. Juli 2026
Moderiert von Marcia Strohm
07.07.2026
Georg Fischer speckt weiter ab
Die Schaffhauser Firma Georg Fischer verkauft ihre Feinguss-Giesserei für 220 Millionen Franken an das amerikanische Unternehmen Consolidated Precision Products Corp (CPP). Das teilt das Unternehmen mit. In der Giesserei wurden Teile für die Luft- und Raumfahrt sowie Industriegasturbinen gebaut. Der Verkauf soll Ende des Jahres abgeschlossen werden. In der Giesserei arbeiten rund 600 Personen. Sie umfasst drei Standorte, zwei davon in der Schweiz und eines in Rumänien.
Kanton Zürich zieht Rathaus-Streit vors Verwaltungsgericht
Der Kanton Zürich zieht den Entscheid des Baurekursgerichts zur Sanierung des Zürcher Rathauses ans Verwaltungsgericht weiter. Aus Sicht des Regierungsrats verhindert das Urteil eine zeitgemässe Nutzung des Gebäudes als Parlamentsgebäude, wie er mitteilt. Geplant ist unter anderem, die Decke des Ratssaals an ihren ursprünglichen Standort zurückzuversetzen, um mehr Platz für einen modernen Ratssaal zu schaffen. Das Baurekursgericht stellte jedoch den Denkmalschutz über die geplanten Umbauten und hiess den Rekurs des Heimatschutzes grösstenteils gut. Bis zum Entscheid des Verwaltungsgerichts ruht die Planung. Der Kantonsrat und der Gemeinderat der Stadt Zürich tagen weiterhin im provisorischen Rathaus Hard.
Thurgauer Finanzdirektor soll Finanzkommission unter Druck gesetzt haben
Die Thurgauer Staatsrechnung sorgt auch nach der Behandlung im Grossen Rat weiter für Aufruhr. Wie die Thurgauer Zeitung berichtet, soll ein interner E-Mail-Verlauf zeigen, dass Finanzdirektor Urs Martin die Finanzkontrolle unter Druck setzen wollte. Diese hat die Staatsrechnung als teilweise gesetzeswidrig eingestuft. Die Rechnung wurde an der Kantonsratssitzung letzte Woche trotzdem genehmigt. Allerdings haben Finanzkontrolle und Finanzverwaltung sich auf 10 Massnahmen geeinigt. Die sollen Fehler in Zukunft verhindern. Laut Thurgauer Zeitung soll Martin versucht haben, eigene Forderungen durchzusetzen. Diese sollen es aber nicht in den Kompromiss geschafft haben. Weder Regierungsrat noch Finanzkontrolle haben auf Nachfrage der Thurgauer Zeitung Stellung genommen.