
Info Kompakt vom 30. März 2026
Moderiert von Samuel Peter
30.03.2026
„Bedrohliche Drohnen sollen auch durch Private abgewehrt werden können.“
Zivile Betreiber von kritischen Infrastrukturen in der Schweiz, beispielsweise Flughäfen, sollen nicht auf die Polizei oder die Armee warten müssen, um bedrohliche Drohnen abzuwehren. Das fordert der Schaffhauser SVP-Nationalrat Thomas Hurter vom Bundesrat in einem Vorstoss. Seine eingereichte Motion wurde von 39 Parlamentarierinnen und Parlamentariern aus allen politischen Lagern mitunterzeichnet. Laut Hurter beschränke die heutige Rechtslage die Abwehr von Drohnen fast ausschliesslich auf Polizei und Armee. Private Betreiber von kritischen Infrastrukturen müssten bei einer Bedrohung auf Sicherheitskräfte warten, was einen «fatalen» Zeitverlust bedeute. In den vergangenen Monaten hätten sich Drohnensichtungen bei kritischen Infrastrukturen in Europa gehäuft.
Kanton soll sich für weniger Fluglärm einsetzen
Der Zürcher Kantonsrat hat sich an seiner heutigen Sitzung für den Gegenvorschlag zur «Flughafen-Nachtruhe-Initiative» ausgesprochen. Der Gegenvorschlag soll eine rechtliche Grundlage schaffen, damit sich der Regierungsrat stärker für die Einhaltung der Nachtruhe einsetzt. Nach Meinung einer Mehrheit des Parlaments werde die Nachtruhe zwischen 23 Uhr und 6 Uhr morgens nicht streng genug durchgesetzt. Der Zürcher Fluglärmindex, kurz ZFI, werde regelmässig überschritten. Dafür sei nicht nur das Wachstum des Flughafens, sondern insbesondere die Nachtflugstunden verantwortlich, so der Grüne-Fraktionspräsident David John Galeuchet. Mit Ausnahme der SVP, EDU und FDP, sprachen sich alle Parteien für den Gegenvorschlag aus. Als nächstes geht das Geschäft über die Initiative sowie den Gegenvorschlag an die Zürcher Redaktionskommission.
Tiefstand bei Todesopfern - Anstieg bei Schwerverletzten auf Thurgauer Strassen
Bei Verkehrsunfällen im Kanton Thurgau sind im letzten Jahr zwei Personen ums Leben gekommen. Das ist der tiefste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen, wie die Thurgauer Verkehrsunfallstatistik 2025 zeigt. Dafür ist die Anzahl der Schwerverletzten bei Unfällen um 18 Personen auf insgesamt 121 angestiegen. Im letzten Jahr kam es auf den Thurgauer Strassen zu total 1’076 Verkehrsunfällen. Das sind 3.1 Prozent weniger als im Vorjahr. Rund ein Fünftel aller Verkehrsunfälle sind auf Unachtsamkeit und Ablenkung zurückzuführen. Vermehrt waren bei Unfällen auf Thurgauer Strassen Velos und E-Trottinette beteiligt.