
Güterbahnhof: 350 neue Wohnungen geplant
Stadtrat will bis zu 34 Millionen Franken ausgeben
18.03.2026
Die SBB und die Stadt Schaffhausen haben ihre Planungen zur künftigen Nutzung des Güterbahnhofs vorangetrieben. Bereits vor einem Jahr gaben die SBB bekannt, dass eine neue Serviceanlage für Züge geplant ist. In diesem Zusammenhang sollen in Schaffhausen 60 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Abstellhalle der SBB soll im Jahr 2032 eröffnet werden. Nun gaben die SBB heute Morgen an einer Medienkonferenz bekannt, dass die Serviceanlage durch die Stadt überbaut werden kann. Dazu soll das Areal im Baurecht an die Stadt abgegeben werden. Die Stadt wiederum plant ein neues Quartier mit Wohnungen und Arbeitsräumen. Konkret soll Wohnraum für 800 Personen entstehen. Für erste Bauarbeiten und weitere Planungen will der Stadtrat bis zu 34 Millionen Franken ausgeben. Ob die Stadt dieses Geld ausgeben kann, wird das Stadtparlament noch entscheiden müssen. Der gesamte Güterbahnhof umfasst ein Areal von 26’000 Quadratmetern. Das entspricht einer Grösse von knapp vier Fussballfeldern.
Stadtrat will Güterbahnhof im Unterbaurecht weitergeben
Für den Bau der 350 neuen Wohnungen will der Stadtrat einen Architekturwettbewerb durchführen. Weiter soll das Areal im Unterbaurecht an private Unternehmen weitergegeben werden. Bis alle Wohnungen fertiggestellt sind, könnte es zehn bis 15 Jahre dauern.
Volksabstimmung spätestens im Sommer 2027
Das letzte Wort über den Bau der 350 Wohnungen beim Schaffhauser Güterbahnhof wird die Stimmbevölkerung haben. Diese wird darüber entscheiden, ob die Stadt die 34 Millionen Franken für die Vorarbeiten ausgeben darf. Das Geld für die Vorinvestitionen will die Stadt nachher wieder zurückverlangen. Und zwar von den Unternehmen, die das Areal im Unterbaurecht erhalten. Die Volksabstimmung muss spätestens im Sommer 2027 erfolgen. Die Eigentümerin des Areals, die SBB, will bis dahin eine verbindliche Zusage der Stadt, ob sie das Areal im Baurecht übernimmt. Unabhängig vom Resultat der städtischen Volksabstimmung werden die SBB die neue Serviceanlage bauen.
Interview mit Baureferentin Katrin Bernath:
Interview mit Finanzreferent Daniel Preisig
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