
Gescheiterte Schaffhauser Uni-Träume
GPK-Präsident wirft Wirtschaftsförderung "Versagen" vor
01.12.2025
Der Schaffhauser Volkswirtschaftsdirektor Dino Tamagni hat heute Morgen im Kantonsrat die kantonale Wirtschaftsförderung gegen Kritik von SVP-Kantonsrat Walter Hotz verteidigt. Der Präsident der Geschäftsprüfungskommission (GPK) hatte nach dem gescheiterten Uni-Projekt des Multimillionärs Serg Bell eine Interpellation eingereicht. In das private Uni-Projekt waren Fördergelder des Kantons von mehr als einer Million Franken geflossen. Hotz sprach deshalb von einem Versagen der Wirtschaftsförderung. Tamagni entgegnet nun, dass der Wirtschaftsförderung kein Versagen vorgeworfen werden könne. Dass Serg Bell sich für den Standort Bremen und nicht für Schaffhausen entschieden habe, sei unter anderem einem Entscheid des Bundes zuzuschreiben. Der Bund verweigerte der privaten Uni eine Akkreditierung als anerkannte Hochschule. Zudem habe Serg Bell in Schaffhausen keinen geeigneten Standort für einen Uni-Campus gefunden. Der Gründer der Firma Acronis, früher als Serguei Beloussov bekannt, plante einst in Schaffhausen eine Universität mit einem Campus für bis zu 1000 Studierende. Im Sommer gab das Constructor Institute of Technology, auch bekannt als Schaffhauser Institute of Technology (SIT), allerdings den Rückzug aus Schaffhausen bekannt.
Sabrina Blumer als reguläres Kesb-Mitglied gewählt
Vor der Debatte über das Uni-Projekt hat der Schaffhauser Kantonsrat heute Morgen ein neues Mitglied für die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) gewählt. Es handelt sich um Sabrina Blumer aus Humlikon. Sie erhielt 55 von 55 möglichen Stimmen. Die Wahl war wegen eines Rücktritts eines früheren Kesb-Mitglieds nötig. Blumer hat 2013 ihr Jurastudium an der Universität Zürich abgeschlossen. Seit zwei Jahren ist sie bereits als Ersatzmitglied bei der Schaffhauser Kesb tätig.