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 Symbolbild: Bundesamt für Gesundheit

Gefälschte Corona-Zertifikate: elf Personen verurteilt

Verfahren gegen Haupttäter noch hängig

26.10.2025

Die Schaffhauser Justiz ist immer noch mit dem Skandal um gefälschte Corona-Zertifikate vom Herbst 2021 beschäftigt. Wegen Anstiftung zur Urkundenfälschung hat die Staatsanwaltschaft in den letzten drei Wochen gleich elf Personen zu Bussen und teilweise auch zu bedingten Geldstrafen verurteilt. Das zeigen die Strafbefehle, die Radio Munot bei der Staatsanwaltschaft eingesehen hat. Die verurteilten Personen haben bei einem damaligen Mitarbeiter des Schaffhauser Impfzentrums Corona-Zertifikate für sich selber bestellt. In einigen Fällen bestellten sie noch ein Zertifikat für Bekannte. Es handelt sich um acht Männer und drei Frauen, die heute zwischen 23 und 65 Jahre alt sind. Sie wohnen allesamt im Kanton Schaffhausen. Die Bussen und Gebühren belaufen sich auf 650 bis 1000 Franken pro Person.

Das Verfahren gegen den damaligen Mitarbeiter des Schaffhauser Impfzentrums, der die Zertifikate gefälscht haben soll, ist noch hängig. Gemäss allen bisher ausgestellten Strafbefehlen hat der Haupttäter wohl mindestens 120 Corona-Zertifikate gefälscht. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Neben den elf Personen, die vorwiegend für sich selbst Zertifikate bestellt hatten, sind in den letzten eineinhalb Jahren bereits sechs weitere Personen per Strafbefehl verurteilt worden. Sie hatten pro Person bis zu 40 Zertifikate bestellt und mit Gewinn weiterverkauft.