
33 ehemalige Verdingkinder haben Entschädigung erhalten
825'000 Franken hat der Kanton schon ausbezahlt
28.04.2026
Im Kanton Schaffhausen haben bereits 33 Personen eine Entschädigung erhalten, weil sie einst von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen betroffen waren. An alle Personen wurden zusammengerechnet etwas mehr als 800’000 Franken ausbezahlt. Diese Zahlen gab das Schaffhauser Sozialamt auf Nachfrage von Radio Munot bekannt. Seit Anfang Jahr können Betroffene ein Gesuch für einen Solidaritätsbeitrag bei der Fachstelle für Gewaltbetroffene einreichen. Wenn es bewilligt wird, werden pro Person 25’000 Franken ausbezahlt. Insgesamt sind bisher 91 Gesuche eingegangen. Bisher musste noch kein Gesuch abgelehnt werden. Das sagt der Leiter des kantonalen Sozialamts, Andi Kunz, im Interview mit Radio Munot. Das Amt sei bemüht, die Gesuche so schnell wie möglich zu bearbeiten, so Kunz weiter. Insgesamt rechnet das Sozialamt mit rund 130 betroffenen Personen.
Keine Gesuche von Opfern von Medikamententests
Während der Kanton Schaffhausen bereits an 33 ehemalige Verdingkinder Solidaritätsbeiträge ausgezahlt hat, ist noch kein Gesuch eines Opfers von Medikamententests eingegangen. Nebst ehemaligen Verdingkindern haben im Kanton Schaffhausen seit diesem Jahr auch Opfer von Medikamententests in der Klinik Breitenau Anspruch auf Wiedergutmachung.
