
Drei Projekte im Gesundheitsbereich des Kantons Schaffhausen
Programm zur Früherkennung von Brustkrebs soll jetzt kommen
08.05.2026
Schaffhausen soll ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs erhalten. Dafür fallen in den nächsten acht Jahren Kosten von insgesamt 1,285 Millionen Franken an. Das Programm soll für die Teilnehmenden besonders niederschwellig sein, sagt Gesundheitsdirektor Marcel Montanari gegenüber Radio Munot. Im vergangenen Sommer hagelte es Kritik, weil das geplante Programm zur Früherkennung von Brustkrebs vorzeitig sistiert wurde. Nun soll das Programm noch in diesem Jahr eingeführt werden. Vorher muss der Kantonsrat die nötigen Ausgaben bewilligen. Das Programm soll für Frauen zwischen 50 und 74 Jahren alle zwei Jahre zugänglich sein.
Kanton Schaffhausen führt Forensic Nurses ein
Betroffene von sexualisierter oder häuslicher Gewalt haben im Kanton Schaffhausen neu die Möglichkeit, sich von Forensic Nurses untersuchen zu lassen. Forensic Nurses sind Pflegefachkräfte, die speziell in der Forensik geschult sind, sagt Kantonsarzt Christoph Anders im Interview mit Radio Munot. Später haben die betroffenen immer noch die Möglichkeit, Anzeige zu erstatten. Die Spuren die gesichert werden, werden 15 Jahre lang aufbewahrt und sind somit vor Gericht verwertbar. Das Angebot kann im Kantons Spital Schaffhausen in Anspruch genommen werden und findet in Zusammenarbeit mit dem Kanton Zürich statt.
Flächendeckendes First Responder System auch im Kanton Schaffhausen
In Zusammenarbeit mit Schutz & Rettung Zürich baut der Kanton Schaffhausen ein flächendeckendes First Responder System auf. First Responder sind registrierte Laien-Ersthelfer, welche die Wiederbelebungsmassnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes übernehmen, so Christoph Anders, Schaffhauser Kantonsarzt, gegenüber Radio Munot. Im Kanton Schaffhausen gab es bisher vereinzelte private First Responder Systeme. Der Kanton Schaffhausen finanziert das neue First Responder Programm im ersten Jahr mit 60’000 Franken und in den weiteren Jahren mit jeweils 35’000 Franken. Weiter gibt es noch eine 50%-Stelle beim Rettungsdienst. Das Programm soll noch vor den Sommerferien starten.