
Thurgauer Regierungsrat budgetiert ein Minus von 85 Millionen Franken
Trotz Sparkurs Mindestziel verfehlt
24.09.2025
Trotz angespannter Finanzlage beantragt der Thurgauer Regierungsrat keine Steuererhöhung fürs nächste Jahr. Der Rat hat heute Morgen das Budget 2026 und den Finanzplan 2027 - 2029 präsentiert. Die Zahlen bleiben wie in den Jahren zuvor rot. Der Regierungsrat rechnet für nächstes Jahr mit einem Minus von 85 Millionen Franken. Auf eine Steuererhöhung soll jedoch verzichtet werden. Laut Mitteilung müsse der Kanton Thurgau trotz der angespannten Finanzlage auch nächstes Jahr investieren. Es gäbe einen erheblichen Bedarf an Investitionen, sagt Thurgauer Regierungsrat Urs Martin gegenüber Radio Munot. Im Budget sind Investionen von rund 100 Millionen Franken vorgesehen.
Behördenpersonal soll trotz Finanzschieflage aufgestockt werden
In mehreren Thurgauer Behörden fehlt dringend benötigtes Personal. Das sagt der Thurgauer Finanzdirektor, Urs Martin, im Rahmen der Budgetpräsentation für das nächste Jahr. Insgesamt sollen 52 neue Stellen geschaffen werden, unter anderem in der Steuerverwaltung. Das führe zu Unmut in der Wirtschaft. Die neuen Stellen sorgen insgesamt für jährliche Mehrkosten von 12 Millionen. Dies, obwohl der Kanton Thurgau schon grundsätzlich in den vergangenen Jahren mit roten Zahlen zu kämpfen hatte. Auch für 2026 rechnet der Kanton Thurgau mit einem Minus von insgesamt 85 Millionen Franken. Das Thurgauer Kantonsparlament muss die neuen Stellen und das Budget 2026 noch absegnen.