
Thaynger Einwohnerrat: Naturpark, Wasserverordnung und diverse Investitionen
Es ging um viel Geld in Thayngen
27.08.2026
Thayngen bleibt Mitglied im Regionalen Naturpark
Die Gemeinde Thayngen bleibt auch in der nächsten Betriebsphase Mitglied im Verein Regionaler Naturpark Schaffhausen. Dies wurde an der heutigen Sitzung des Einwohnerrats beinahe einstimmig beschlossen. Thayngen ist seit der Gründung des Vereins Mitglied. Die zweite Betriebsphase des Naturparks läuft von 2028 bis 2037. Thayngen zahlt als Mitglied einen Jahresbeitrag von rund 24'000 Franken. Der Regionale Naturpark Schaffhausen initiiert unter anderem Projekte in den Bereichen Landwirtschaft, Tourismus und Kultur. Allein in Thayngen wurden bereits rund 55 Projekte umgesetzt. So wurde beispielsweise in der Nähe des Fundorts der jungsteinzeitlichen Moorsiedlung Weiher ein originalgetreues Pfahlbauhaus errichtet. Weiter setzt sich der Verein regelmässig mit Anlässen für die Biodiversität und die Neophyten-Bekämpfung ein. Ebenfalls hat der Einwohnerrat die eine Vorlage über eine neue Wasserverordnung angenommen. Die aktuelle Verordnung wurde seit rund 50 Jahren nicht mehr angepasst und ist veraltet. Besonders die Bereiche Hygiene und Sicherheit werden aktualisiert. Die Vorlage wurde mit einstimmig angenommen.
Thayngen bewilligt 140'000 Franken für neuen Jugendplatz
Der Einwohnerrat hat gestern 140'000 Franken für einen neuen Jugend- und Freizeitpark bewilligt. Der Platz soll Jugendlichen künftig als niederschwelliger Treffpunkt dienen. Die Idee dazu stammt von der Kinder- und Jugendkommission, die sich aus Schülerinnen und Schülern der Thaynger Oberstufe zusammensetzt. Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs haben sie Vorschläge für die Gestaltung des „Jugendplatzes” entwickelt. Der Gemeinderat hofft, einen Teil der Kosten später über Stiftungen, Sponsoren und den Kanton finanzieren zu können. Ebenfalls einstimmig genehmigte der Einwohnerrat die Abrechnungen verschiedener Bauprojekte. So fiel der Ersatz der Verglasung beim Schulhaus rund 125'000 Franken günstiger aus als budgetiert. Die neue Beleuchtung beim Sportplatz Stockwiesen wurde dagegen fast 100'000 Franken teurer als erwartet.
Tiefere Erträge und höhere Kosten belasten Thaynger SIR
Das Thaynger Seniorenzentrum SIR rechnet für das laufende Jahr mit einem deutlich höheren Defizit als budgetiert. Anstelle der vorgesehenen rund 500'000 Franken Minus zeichnet sich aktuell ein Defizit von rund 1,5 Millionen Franken ab. Dies wurde in der gestrigen Gemeinderatssitzung bekannt gegeben. Damit liegt das SIR rund eine Million Franken über dem budgetierten Defizit. Als Gründe wurden tiefere Pflegeerträge und höhere Personalkosten genannt. Gleichzeitig gibt es im Seniorenzentrum eine personelle Neuerung. Mit Nora Tschanz wurde erstmals eine Bereichsleitung Qualitätsmanagement geschaffen. Sie soll sich künftig um die Qualitätssicherung und die entsprechenden Abläufe im SIR kümmern.
Thayngen gibt Steuerwesen an den Kanton ab
Die Gemeinde Thayngen gibt ihr Steuerwesen per 1. Januar 2027 an den Kanton ab. Damit wird die Bearbeitung der Steuern künftig von der kantonalen Steuerverwaltung übernommen. Dies wurde an der gestrigen Einwohnerratssitzung bekannt gegeben. Thayngen folgt damit unter anderem dem Beispiel von Beringen, das sein Steuerwesen bereits 2020 an den Kanton übertragen hat. Grund für die Auslagerung sind unter anderem Effizienzgewinne und die zunehmende Digitalisierung des Steuerwesens. Durch die Bündelung beim Kanton sollen Abläufe vereinfacht und Synergien genutzt werden. Die Gemeinde spart dadurch rund 37'000 Franken pro Jahr. Diese Einsparungen seien jedoch nicht der Hauptgrund für den Entscheid. Für die Steuerpflichtigen soll sich durch die Änderung möglichst wenig verändern. Auch für die beiden betroffenen Mitarbeitenden gibt es eine Lösung. Sie können ihre Stelle bei der kantonalen Steuerverwaltung weiterführen.