
Sonderschulen nach Aufnahmestopp mit temporärer Lösung
Langfristig soll grundsätzliche Neuregelung eingeführt werden
10.04.2026
In einer Sondersitzung hat der Regierungsrat in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen eine Lösung für den Platzmangel an den Schaffhauser Sonderschulen gefunden. Das sagt der zuständige Regierungsrat Patrick Strasser gegenüber Radio Munot. Für die betroffenen Kinder wurde jeweils eine individuelle Lösung gefunden. Dies helfe jedoch nur temporär, genauso wie der Aufnahmestopp, der vergangene Woche ausgerufen wurde. Langfristig soll die Vermittlung der Kinder grundsätzlich überdacht werden, so Strasser. Hierzu gibt es bereits ein Projekt der „Tragfähigen Volksschulen“. Das Konzept soll dafür sorgen, dass mehr Kinder mit speziellen Bedürfnissen entsprechend in Regelschulen integriert werden und weniger an Sonderschulen geschickt werden müssen. Bis im Sommer soll hierzu eine konkretere Fassung ausgearbeitet werden.
Vor Ostern wurde bekannt, dass die Schaffhauser Sonderschulen nicht mehr alle neuen Schülerinnen und Schüler aufnehmen können. Das ging aus einem Schreiben des Erziehungsdepartements hervor. In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Sonderschulungen im Kanton Schaffhausen kontinuierlich gestiegen. Das führte dazu, dass die Sonderschulen an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen. Einzelne Schulhäuser sind überbelegt. Zudem steht nicht genügend Personal zur Verfügung. Deshalb hat der Sonderschulrat teilweise einen Aufnahmestopp beschlossen. Vom Aufnahmestopp nicht betroffen ist das integrative Sonderschulsetting.