
Regionalnachrichten vom 9. Juni 2026, 11:30 Uhr
Vorgelesen von Jimmy Sauter
09.06.2026
Quaggamuscheln werden ab morgen ausgebaggert
Morgen beginnen auf dem Rhein bei Hemishofen Notbaggerungen, um Quaggamuscheln zu entfernen. Das haben die Kantone Schaffhausen und Thurgau beschlossen, wie der Schaffhauser Fischereiverband publik macht. Die Fischer kritisieren die Ausbaggerungen. Sie seien auf Druck der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) beschlossen worden. Das Ausbaggern sei jedoch keine nachhaltige Lösung und der Eingriff in die Natur sei zu gross. Das sagt Marco Stoll, Co-Präsident des kantonalen Fischereiverbandes, im Interview mit Radio Munot. Er fordert, dass die URh ihre Flotte an die neuen Rahmenbedingungen anpasst. Sie soll Schiffe mit weniger Tiefgang anschaffen. Der niedrige Pegelstand des Rheins und die Ablagerungen von Quaggamuscheln beeinträchtigen die Schifffahrt der URh. Ihre Kursschiffe können zurzeit nicht zwischen Diessenhofen und Stein am Rhein verkehren. Die zuständige Behörde des Kantons Schaffhausen wollte sich heute Morgen gegenüber Radio Munot noch nicht zur Kritik der Fischer äussern.
Schaffhausen muss finanzschwache Kantone unterstützen
Der Kanton Schaffhausen wird im nächsten Jahr voraussichtlich 27 Millionen Franken in den nationalen Finanzausgleich einzahlen müssen. Das zeigen Zahlen des eidgenössischen Finanzdepartements. Schaffhausen zählt zu den ressourcenstarken Kantonen und muss deshalb die finanzschwachen Kantone unterstützen. Neben Schaffhausen muss unter anderem auch der Kanton Zürich in den Finanzausgleich einzahlen. Profitieren werden zum Beispiel die Kantone Bern, Wallis und Thurgau. Der Kanton Thurgau erhält über 330 Millionen Franken.
Vergleich zwischen Schlatt und dem Kundelfingerhof bewilligt
Die Gemeindeversammlung von Schlatt hat gestern Abend den Vergleich zwischen der Gemeinde und dem Kundelfingerhof bewilligt. Das bestätigt Gemeindepräsidentin Marianna Frei auf Nachfrage von Radio Munot. Zwischen der Gemeinde und dem Hof kam es zu einem Rechtsstreit um Stromrechnungen von knapp 650’000 Franken. Von 2017 bis 2022 wurde der Energieverbrauch nicht korrekt verrechnet. Der Kundelfingerhof hätte eigentlich zehnmal so viel bezahlen müssen als ihm verrechnet wurde. Als die Gemeinde das Geld nachträglich einforderte, wehrte sich der Hof mit juristischen Mitteln. Das Verwaltungsgericht hiess die Beschwerde des Kundelfingerhofs teilweise gut. Nun hat sich die Gemeinde Schlatt mit dem Hof darauf geeinigt, dass Schlatt einen Drittel der Kosten selber tragen muss. Das sind knapp 220’000 Franken. Der entsprechende Betrag soll abgeschrieben werden. Der Kundelfingerhof muss 430’000 Franken nachzahlen. Weiter hat die Gemeindeversammlung gestern auch die Jahresrechnung 2025 bewilligt und dem Beitritt zum Abwasserverband Röti zugestimmt.
Mammern: Schulunterricht in Containern geplant
Nachdem im vergangenen November in Mammern eine Schulhauserweiterung für sechs Millionen Franken von der Stimmbevölkerung abgelehnt wurde, sollen die Kinder nun in Containern unterrichtet werden. Das berichtet heute die Thurgauer Zeitung. Konkret sollen acht Container für 150’000 Franken angeschafft werden. An der nächsten Gemeindeversammlung am 24. Juni soll über den Kredit abgestimmt werden.
Steckborn: Aleksandra Lindner kündigt Rücktritt an
In Steckborn werden bei den kommenden Gesamterneuerungswahlen sechs von sieben Mitgliedern des Stadtrats erneut kandidieren. Das teilt die Stadt mit. Einzig Aleksandra Lindner verzichtet auf eine Wiederwahl. Somit muss ein Sitz im Stadtrat neu besetzt werden. Die Wahlen in Steckborn sind am 28. Februar 2027.