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Regionalnachrichten vom 8. September 2026, 11:30 Uhr

Vorgelesen von Jonas Mielsch

08.09.2026

Zwei 18-Jährige aus Schaffhausen wegen Terrorismusunterstützung angeklagt

Die Schaffhauser Jugendanwaltschaft hat gegen zwei 18-Jährige Anklage wegen mehrfacher Unterstützung einer terroristischen Organisation erhoben. Die beiden waren 2024 verhaftet worden und sollen den sogenannten «Islamischen Staat» unterstützt und Anschläge in der Schweiz mitgeplant haben, wie Peter Sticher, erster Staatsanwalt des Kantons Schaffhausen gegenüber Radio Munot bestätigt. Zum Zeitpunkt der Verhaftung waren die beiden 15 und 16 Jahre alt. Deshalb kommt der Fall vor das Jugendgericht. Die beiden befinden sich aktuell nicht im Gefängnis, so Sticher weiter. Die beiden sollen zudem Kontakt zu einem weiteren mutmasslichen Mitstreiter aus dem Kanton Thurgau gehabt haben. Laut Bundesanwaltschaft gibt es Verbindungen zu Ermittlungen in Deutschland, wo ebenfalls Jugendliche wegen mutmasslicher IS-Unterstützung und Anschlagsplänen verhaftet wurden.

Kopftuchverbot an Schaffhauser Schulen gefordert

Nachdem sich der Zürcher Kantonsrat letzte Woche für ein Kopftuchverbot an den Zürcher Schulen ausgesprochen hat, soll Schaffhausen nachziehen. Das fordern die Thaynger SVP-Kantonsrätin Andrea Müller und der Stadtschaffhauser FDP-Kantonsrat Martin Egger. Sie haben einen politischen Vorstoss für ein Kopftuchverbot an den Schulen und Kindergärten in Schaffhausen eingereicht. Konkret soll das Tragen von Kleidungsstücken untersagt werden, mit denen Frauen und Mädchen aus religiösen Gründen ihre Kopf bedecken können. Das Kopftuchverbot soll sowohl für Lehrpersonen wie für Schülerinnen gelten. Der Schaffhauser Kantonsrat wird an einer der kommenden Sitzung über die Motion diskutieren.

Vorwürfe gegen Fabienne W. in Podcast von Schaffhauser Influencer

Der Schaffhauser Anwalt H. hat in einem Podcast des Schaffhauser Influencers Mirco Casorelli die Vorwürfe gegen sich im Fall Fabienne W. zurückgewiesen. Er hat im Podcast seine Sicht zum Fall um die Prügelattacke auf Fabienne W. geschildert, wie heute das Onlineportal der Schaffhauser Nachrichten berichtet. Im Podcast war auch der Basler Grossrat Eric Weber. Dieser warf im Podcast Fabienne W. vor, sie wolle als Folge der Attacke eine IV-Rente erschleichen. Belege dafür gibt es im Podcast nicht. Fabienne W.s Anwalt Philip Stolkin kritisiert die Aussagen scharf. Er spricht von einem gezielten Angriff und «Charaktermord» an seiner Mandantin. Im Fall der Prügelattacke gibt es weiterhin keine Anklage gegen die Beschuldigten.

Infoanlass über Abstimmungen in Beringen

In Beringen entscheidet die Stimmbevölkerung am 27. September über zwei kommunale Vorlagen. Es geht um die Sanierung der Gwaagge-Badi und um die Aufstockung des Kindergartens Gellerstrasse. Heute Abend gibt es zu den beiden Vorlagen einen Infoanlass. Das hat die Gemeinde auf ihrer Webseite angekündigt. Für die Sanierung der Gwaagge-Badi beantragen der Einwohnerrat und der Gemeinderat einen Kredit von knapp 3,6 Millionen Franken. Wenn alles nach Plan läuft, soll die sanierte Badi im Mai 2028 eröffnet werden. Für die Aufstockung und die Dachsanierung des Kindergartens muss die Stimmbevölkerung Ausgaben von rund 900’000 Franken bewilligen. Die heutige Orientierungsversammlung beginnt um 19.30 Uhr in der Zimmerberghalle.