
Regionalnachrichten vom 31. März 2026, 11:30 Uhr
Vorgelesen von Nicolás Valero
31.03.2026
KJPD verarbeitet neue Fälle nur langsam
Der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst Schaffhausen (KJPD) hat bei der Erstversorgung von Betroffenen Verbesserungsbedarf. Das schreiben die Spitäler Schaffhausen und das Departement des Innern in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Beim KJPD häuften sich im vergangenen Jahr Beschwerden wegen struktureller Mängel und einer schwierigen Zusammenarbeit. Deshalb wurde im letzten Jahr eine externe Untersuchung in Auftrag gegeben. Darüber hatte die Schaffhauser AZ im vergangenen Herbst berichtet. Der Bericht zeigt nun auf, dass die Behandlungsqualität des KJPD gut sei, sobald ein Fall eröffnet worden ist. Jedoch gibt es Mängel beim Anmeldeprozess und bei der schnellen Versorgung von betroffenen Kindern und Jugendlichen. Zudem fehlt ein expliziter Versorgungs- und Leistungsauftrag für den KJPD. Ein solcher wird nun vom Kanton Schaffhausen ausgearbeitet. Zudem läuft die Suche nach einer Nachfolge für die Chefarztposition des KJPD nach dem abrupten Rücktritt des früheren Chefs per Anfang Dezember.
URh startet im Niedrigwasser-Betrieb in Schiffsaison
Die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) startet diesen Freitag in die Saison. Wegen des niedrigen Wasserstandes kann jedoch nicht die gesamte Strecke befahren werden, wie die URh in einer Mitteilung schreibt. Der Schnee- und Regenfall in den vergangenen Tagen konnte den Wasserpegel nicht genügend ansteigen lassen. Die Schiffe der URh verkehren ab Karfreitag zwischen Schaffhausen und Diessenhofen sowie zwischen Stein am Rhein und Kreuzlingen/Konstanz jeweils donnerstags bis sonntags. Ab dem 1. Mai fährt die URh-Flotte täglich. Um die roten Zahlen aus dem letzten Jahr auszugleichen, sind die Einzel-Ticketpreise um 3,5 Prozent teurer geworden.
Feministisches Streikkollektiv Thurgau fordert Frauenhaus
Im Kanton Thurgau soll es in Zukunft ein Frauenhaus geben. Das ist eine Forderung des feministischen Streikkollektivs Thurgau an den Kantonsrat. So soll eine gemeinsame und parteiübergreifende Motion an den Regierungsrat verabschiedet werden. Das geht aus einer Mitteilung des feministischen Streikkollektivs hervor. Morgen Mittwoch findet anlässlich der Forderung eine bewilligte Kundgebung von 09.00 Uhr bis 09.30 Uhr beim Sämannsbrunnen in Frauenfeld statt. Hintergrund für diese Forderung des feministischen Streikkollektivs Thurgau ist, dass der Kanton Thurgau der einzige Kanton schweizweit mit über 200’000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist, welcher kein Frauenhaus hat. Eine Leistungsvereinbarung mit anderen Kantonen reiche bei der Umsetzung aufgrund der Überlastung nicht aus. Eine gemeinsame Trägerschaft mit Schaffhausen wäre aber denkbar. Der Kanton Schaffhausen verfügt ebenfalls über kein Frauenhaus.
Mann versuchte mutmasslich gestohlene Mange über Grenze zu schmuggeln
Ein Mann hat versucht, eine grosse Menge und möglicherweise gestohlene Waren ohne Verzollung über die Grenze nach Bietingen zu bringen. Das teilt das Hauptzollamt Singen heute mit. Der Vorfall ereignete sich bereits im Februar bei einer Kontrolle eines Fernreisebusses. Dabei stellten Beamte fest, dass ein 41-jähriger Reisender zahlreiche Drogerieartikel, Sammelkarten sowie rund 100 Tonabspielfiguren im Gepäck hatte. Der Gesamtwert der Waren lag bei über 3’000 Euro. Da der Mann die fälligen Einfuhrabgaben von rund 745 Euro nicht bezahlen konnte, wurden die Waren sichergestellt. Zudem besteht der Verdacht, dass es sich um gestohlene Waren aus der Schweiz handeln könnte. Die zuständigen Behörden haben entsprechende Ermittlungen aufgenommen.