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Regionalnachrichten vom 3. Juli 2026, 16:30 Uhr

Vorgelesen von Jimmy Sauter

03.07.2026

Kosten für Polizeieinsatz bei Moschee sollen abgewälzt werden

Die Täterschaft, die den heutigen Polizeieinsatz bei der Moschee am Schaffhauser Schalterweg verursacht hat, soll für die Kosten zur Kasse gebeten werden. Das sagt die Mediensprecherin der Schaffhauser Polizei, Bianca Gähweiler, im Interview mit BRK News. Die Schaffhauser Polizei ist heute Morgen wegen einer Drohung gegen die Moschee ausgerückt. Während des Einsatzes wurde ein Teil der Fulachstrasse für rund drei Stunden gesperrt. Deshalb wurde unter anderem der Betrieb der Buslinie 5 beeinträchtigt. Anzeichen dafür, dass die Drohung ernst gemeint war, gebe es bisher nicht. Dennoch werden Sicherheitsmassnahmen innerhalb und ausserhalb der Moschee bis auf Weiteres beibehalten.

Datenzentren: Ex-Kantonsratspräsidentin kritisiert hohen Ressourcenverbrauch

Die Beringer SP-Kantonsrätin Eva Neumann kritisiert erneut die geplanten Rechenzentren im Kanton Schaffhausen. Sie hat einen neuen politischen Vorstoss eingereicht und will damit präzisere Antworten vom Regierungsrat. Sie will unter anderem wissen, ob das Schaffhauser Elektrizitätswerk (EKS) wegen dem zweiten Datenzentrum, das in Beringen geplant ist, ein neues Unterwerk bauen muss. Weiter soll der Regierungsrat angeben, wie viel Strom und Wasser das zweite Rechenzentrum verbrauchen wird. Zudem erkundigt sie sich auch noch nach dem Stand der Pläne für ein Rechenzentrum in Herblingen. Neben der Kritik von Neumann protestiert seit gestern eine Gruppe mit dem Namen „Aufstände der Allmende“ gegen den hohen Ressourcenverbrauch der Datenzentren. Das Widerstands-Camp in Benken ist heute allerdings nach einem entsprechenden Aufruf der Zürcher Kantonspolizei abgebaut worden.

40 Prozent der Hausärzte sind mindestens 60 Jahre alt

Im Kanton Schaffhausen sind viele Hausärztinnen und -ärzte bereits im Pensionsalter oder stehen kurz davor. Das schreibt der Schaffhauser Regierungsrat in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage aus dem Parlament. Der grüne Kantonsrat Gianluca Looser hatte den Vorstoss eingereicht. Er wollte wissen, wie es um die Versorgungslage in der Hausarztmedizin steht. Aktuell sei diese gewährleistet, so der Regierungsrat. 84 Ärztinnen und Ärzte sind in der Hausarztmedizin tätig. Allerdings sind schon 18 über dem Pensionsalter. Zudem werden 15 in den nächsten fünf Jahren pensioniert. Das heisst, rund 40 Prozent der Hausärztinnen und Hausärzte sind 60 Jahre alt oder älter. Es sei deshalb mit einer zunehmend angespannten Versorgungslage zu rechnen.

TG: 60’100 Steuererklärungen noch nicht zu Ende bearbeitet

Der Thurgauer Regierungsrat wirft dem Kantonsparlament vor, es sei mitverantwortlich dafür, dass die kantonale Steuerverwaltung beim Abarbeiten von Steuererklärungen nicht schnell genug vorwärts kommt. Das geht aus der Antwort des Regierungsrats auf eine Einfache Anfrage aus dem Parlament hervor. Der Grosse Rat hatte im August 2024 nur etwas mehr als halb so viele zusätzliche Stellen bei der Steuerverwaltung bewilligt wie die Regierung beantragt hatte. Auch später bewilligte das Parlament noch zweimal weniger Stellen als die Regierung wünschte. Es sei deshalb schon lange klar, dass der Rückstand bei den Steuerveranlagungen erst im nächsten Jahr vollständig abgebaut werden kann. Per Ende Mai dieses Jahres waren noch 60’000 Steuererklärungen nicht zu Ende bearbeitet. Das, obwohl viele Überstunden geleistet worden seien.