
Regionalnachrichten vom 28. Juli 2026, 16:30 Uhr
Vorgelesen von Maximilian Wiggenhauser
28.07.2026
Beschuldigter im Fall Kümmertshausen erhält 200’000 Franken Entschädigung
Der grösste Strafprozess im Kanton Thurgau scheint nun langsam ein Ende zu finden. Wie das Thurgauer Obergericht in einer Medienmitteilung schreibt, ist der letzte Beschuldigte im Fall Kümmertshausen wegen Gehilfenschaft zum Diebstahl zu einer bedingten Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Da er aber rund dreieinhalb Jahre in Haft verbracht hat, erhält er laut übereinstimmenden Medienberichten eine Entschädigung von über 200'000 Franken. Seine Strafe wurde gemildert, weil das Verfahren zu lange gedauert hat. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig: Der Beschuldigte könnte ihn vor Bundesgericht anfechten. Gegen alle 14 anderen Personen im Fall Kümmertshausen liegt bereits ein rechtskräftiges Urteil vor. Der Fall begann vor rund 16 Jahren mit dem Mord an einem IV-Rentner. Die Tat bleibt bis heute ungeklärt. Im Verlauf der Ermittlungen stiessen die Behörden auf eine Gruppe von Männern, die mutmasslich mit Drogen gehandelt haben sollen und in Erpressungen verstrickt gewesen seien.
A4-Ausbau im Weinland ist im Zeitplan
Der Autobahnausbau im Zürcher Weinland verläuft nach Plan. Nach einem Jahr Bauzeit liege man perfekt im vorgesehen Zeitrahmen, heisst es in einer Medienmitteilung des Bundesamts für Strassen Astra. Seit Frühling 2025 laufen die Ausbauarbeiten an der A4-Autobahn. Künftig soll es zwei Spuren pro Fahrtrichtung sowie je einen Pannenstreifen auf der Autobahn geben. Auch die Erdwälle neben der Autobahn konnten bereits verschoben werden. Diese sollte ursprünglich abgetragen werden. Dagegen wehrten sich die Gemeinden aus Lärmschutzgründen. Bis 2029 sollen die Bauarbeiten vollständig abgeschlossen werden. Weiter muss auch die Thur-Brücke ersetzt werden. Die Ausschreibung für den Bau einer neuen Brücke musste 2025 aus Kostengründen abgebrochen werden. Mittlerweile konnte der Auftrag aber an ein nicht genanntes Unternehmen vergeben werden.
SIG-Halbjahresbericht: Weniger Umsatz in Europa, mehr in Nord- und Südamerika
Im ersten Halbjahr 2026 hat das Neuhauser Verpackungsunternehmen SIG in den meisten Regionen der Welt weniger Umsatz gemacht, als im ersten Semester 2025. In den Amerikas konnte die Firma ihren Umsatz allerdings um rund 10 Millionen auf neu 433 Millionen Franken steigern. Das ist dem Halbjahresbericht der SIG zu entnehmen. Besonders im zweiten Quartal ist der Umsatz in Nord- und Südamerika gestiegen. Der grösste Umsatzmarkt der SIG ist Europa, dort ist der Umsatz auch am stärksten zurückgegangen. Während der Umsatz mit Kartonpackungen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 gestiegen ist, hat die SIG mit gekühlten Kartonpackungen und Bag-in-Box-Lösungen und Standbeuteln weniger umgesetzt.