
Regionalnachrichten vom 24. April 2026, 16:30 Uhr
Vorgelesen von Jimmy Sauter
24.04.2026
Neues Symbol im Schaffhauser ÖV für Menschen mit Beeinträchtigungen
Die Schaffhauser Verkehrsbetriebe VBSH führen ein neues Symbol für Personen mit Beeinträchtigungen wie zum Beispiel einer Sehbehinderung ein. Das gaben die VBSH heute bekannt. Betroffene Personen können ab sofort kostenlos einen so genannten Sunflower-Lanyard bei der Ticketeria am Bahnhof beziehen. Es handelt sich hierbei um eine Art Bändel und eine Karte mit Sonnenblumen-Symbolen. Wenn jemand diesen Bändel anzieht, ist für andere Personen erkennbar, dass sie eine Beeinträchtigung hat. Entsprechend wäre es wünschenswert, wenn Rücksicht genommen wird. Das sagt die Geschäftsleiterin der Schaffhauser Behindertenkonferenz, Cornelia Fischer, im Interview mit Radio Munot. Die Benutzung des Sunflower-Lanyards ist freiwillig, so Fischer weiter.
Steigstrasse: ACS kündigt notfalls Einsprache gegen Tempo 30 an
Auch die Schaffhauser Sektion des Schweizer Automobilclubs (ACS) wehrt sich gegen die Forderungen, auf der Bachstrasse und der Steigstrasse Tempo 30 einzuführen. Wie der ACS in einer Medienmitteilung schreibt, handle es sich bei den beiden Strassen um Hauptverkehrsachsen. Diese werden von Pendlerinnen, Zulieferern, Kunden und Touristinnen genutzt. Sollte der Stadtrat auf den beiden Strassen das Tempolimit auf 30 Kilometer pro Stunde reduzieren, werde der ACS deshalb eine Einsprache prüfen. Gestern hat sich bereits die FDP ablehnend zu einer Petition geäussert, die einen Ausbau der Tempo-30-Zonen in der Stadt fordert.
Lehrpersonalgesetz: Marthalen ergreift Gemeindereferendum
Der Gemeinderat von Marthalen ergreift das Gemeindereferendum gegen eine Anpassung des Zürcher Lehrpersonalgesetzes. Das schreibt der Gemeinderat im aktuellen Mitteilungsblatt der Gemeinde. Hintergrund ist ein Entscheid des Zürcher Kantonsrats von Anfang März. Das Parlament hatte damals knapp eine Anpassung des Berufsauftrags für Lehrpersonen bewilligt. Damit verbunden sind Mehrkosten für die Zürcher Gemeinden, unter anderem für Marthalen. Der Gemeinderat will deshalb eine Volksabstimmung bewirken. Wenn sich im Kanton Zürich mindestens zwölf Gemeinden gegen eine Gesetzesänderung wehren und das so genannte Gemeindereferendum ergreifen, kommt die Gesetzesänderung vors Volk.
Finanzkontrolle bemängelt Thurgauer Jahresrechnung 2025
Der Thurgauer Regierungsrat hat Ärger mit der Finanzkontrolle. Die Thurgauer Finanzkontrolle schreibt in ihrem Bericht zur kantonalen Jahresrechnung 2025, dass diese nicht den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Unter anderem seien die Geldflüsse teilweise nicht ordnungsgemäss erfasst worden. Weiter gab es auch Fehler bei den Angaben zu den Investitionen. Der Thurgauer Regierungsrat schreibt dazu in einem eigenen Bericht, er anerkenne die Unabhängigkeit der Finanzkontrolleure. Das zeitliche Vorgehen sei aber verbesserungswürdig. Die Behörden hätten nicht genug Zeit gehabt, um alle beanstandeten Fehler rechtzeitig korrigieren zu können. Der zeitliche Ablauf soll deshalb künftig verbessert werden.
Tötungsdelikt Gachnang (TG): 13 Jahre Haft
Das Bezirkgericht von Frauenfeld hat einen 51-jährigen Mann wegen vorsätzlicher Tötung verurteilt. Das berichtet die Nachrichtenagentur sda. Der Beschuldigte soll im Jahr 2023 in der Thurgauer Gemeinde Gachnang seinen Vater mit Messern attackiert haben. Er hatte die Tat zugegeben. Nun wurde er zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt. Zudem ordnete das Gericht eine stationäre Massnahme an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.