
Regionalnachrichten vom 19. Februar 2026, 11:30 Uhr
Vorgelesen von Nicolás Valero
19.02.2026
Kantonales Dreiergespann für Schlacken-Deponie
Die Kantone Schaffhausen, Thurgau und St. Gallen spannen bei der Deponieplanung zusammen. Das teilt das Thurgauer Amt für Umwelt mit. In den drei Kantonen ist der Platz für Deponien für sogenannte Schlacke aus Kehrichtverwertungsanlagen (KVA) knapp. Schlacke entsteht bei der Verbrennung von Abfällen in solchen Anlagen. Diese Rückstände können nicht weiterverwertet werden und müssen dauerhaft entsorgt werden. Für die Lagerung sind die Kantone zuständig. Die Kantonsregierungen haben ihre jeweiligen Abfallfachstellen beauftragt, die Planung gemeinsam zu erarbeiten. Bis zur Vernehmlassung dauert es rund zwei Jahre. Die Entsorgung der KVA-Schlacke soll mit neuen Deponien für mindestens 30 Jahre sichergestellt werden.
Thurgauer Kantonalbank mit Rekordgewinn
Die Thurgauer Kantonalbank erzielt im Jahr 2025 mit 162 Millionen Franken den höchsten Jahresgewinn ihrer Geschichte. Der Geschäftsertrag stieg um 4,5 Prozent auf 440 Millionen Franken, die verwalteten Kundenvermögen wuchsen auf rund 29 Milliarden Franken, wie die Thurgauer Kantonalbank in einer Mitteilung schreibt. Die Dividende für Partizipationsscheine wird auf 3,60 Franken erhöht. Insgesamt fliessen rund 80 Millionen Franken an Kanton und Gemeinden. Für 2026 rechnet die Bank mit einem weiterhin erfolgreichen Geschäftsgang, erwartet jedoch ein tieferes Ergebnis als im Rekordjahr.
Streit um Nachtarbeit im Kinder- und Jugendheim der Stadt Schaffhausen
Im Schaffhauser Kinder- und Jugendheim wurden Nachtbereitschaften jahrelang nur pauschal mit 50 Franken entschädigt. Das obwohl das Reglement sie als Arbeitszeit aufführte, wie heute die Schaffhauser AZ schreibt. Nach Kritik einer Mitarbeiterin änderte die Stadt 2024 das Reglement und zahlte 2025 rückwirkend 52’200 Franken nach, rechnete jedoch nur 30 Minuten pro Nacht an. Neu gilt eine Pauschale von 150 Franken, allerdings ohne Anerkennung der Präsenzzeit als Arbeitszeit. Mitarbeitende und die Gewerkschaft VPOD kritisieren dies, die Stadt verweist auf übliche Praxis und prüft die Regelung erneut.
Rekordzahlen bei Museumsbesuche im Allerheiligen
Das Schaffhauser Museum zu Allerheiligen hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Besucherinnen und Besucher verzeichnet. 2025 wurden insgesamt knapp 41'000 Eintritte gezählt. Das teilt das Museum zu Allerheiligen mit. Im Vorjahr waren es rund 34’600 Museumsbesuche. Besonders beliebt war die Kunstausstellung über die beiden Maler Otto Dix und Adolf Dietrich. Sie zog rund 16’000 Personen an und war damit die erfolgreichste Sonderausstellung seit 2018. Auch die Familienausstellung «EISZEIT», die noch bis Mitte März läuft, gehört mit bisher über 10’000 Besuchenden bereits zu den erfolgreichsten Ausstellungen der letzten zehn Jahre.