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Regionalnachrichten vom 18. Februar 2026, 16:30 Uhr

Vorgelesen von Nicolás Valero

18.02.2026

Protest im Thurgauer Kantonsparlament

Im Thurgauer Grossen Rat ist es bei der Beratung von Einbürgerungen zu einem Eklat gekommen. Das berichtet die Thurgauer Zeitung. Auslöser war ein Votum von EDU/Aufrecht-Fraktionspräsident Marcel Wittwer, der erklärte, seine Fraktion lehne die Einbürgerungen mehrheitlich ab. Während seiner Rede wurde Wittwer von Grossratspräsident René Walther (FDP) ermahnt. Dieser sprach einen Ordnungsruf aus und forderte Wittwer auf, sein Votum zu beenden, da er den Ratsbetrieb störe. Wittwer setzte zunächst fort, woraufhin die SP-Fraktion geschlossen den Saal verliess. Auch die Mehrheit der Grünen sowie einzelne Mitglieder von FDP und GLP folgten. Vor dem Ratssaal kam es zu einem regelrechten Stau. Nach einem weiteren Ordnungsruf beendete Wittwer sein Votum. Wittwer sprach anschliessend von einer Beschneidung seiner parlamentarischen Rechte. Unterstützung erhielt er von SVP-Fraktionspräsident Hermann Lei, während SP-Fraktionspräsidentin Barbara Dätwyler das Vorgehen des Präsidiums verteidigte. Die Einbürgerungen wurden schliesslich allesamt gutgeheissen. Am Ende applaudierte der Rat den Eingebürgerten.

Fünf Schaffhauser in Tansania am mehrtägigen Ultramarathon

Mitglieder der Schaffhauser Läufergruppe „Whatsapp-Runners“ nehmen am Ultra X Tansania teil. Das ist ein mehrtägiger Ultramarathon, bei welchem jeder Teilnehmer in fünf Tagen eine Strecke von insgesamt 220 Kilometern absolviert. Dies durch die Savanne, Wälder und bis an den Rand des Kilimandscharo im ostafrikanischen Land Tansania. Das Schaffhauser Team besteht aus vier Männern und einer Frau, der Radio Munot Musikredaktorin, Simone Honegger. Wie sie gegenüber Radio Munot sagt, besteht die Vorbereitung auf ein solches Rennen aber nicht nur aus langen Läufen. Bei einer solchen körperlichen Belastung zählt für die Schaffhauser vor allem das Erlebnis und das Ankommen im Ziel. Der Ultra X Tansania findet vom 23. bis 27. Februar statt.

Bernina entlässt 25 Personen, zwei werden intern weiterbeschäftigt

27 Mitarbeitende in Steckborn sind nun definitiv vom Stellenabbau des Thurgauer Nähmaschinenherstellers Bernina betroffen. Wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet, ist heute das sogenannte Konsultationsverfahren abgeschlossen worden. Dabei handelt es sich um einen gesetzlich vorgeschriebenen Prozess bei Massenentlassungen. Im Januar hatte das Unternehmen angekündigt, dass durch die Verlagerung der letzten Schweizer Produktion nach Thailand bis zu 40 Personen betroffen sein könnten, nun sind es 27. Für zwei Mitarbeitende konnten interne Anschlusslösungen gefunden werden. Die übrigen 25 Personen müssen sich eine neue Stelle suchen. Bernina steht wirtschaftlich unter Druck. Vor allem der schwache Dollar bereitet dem Unternehmen Probleme, da fast drei Viertel des Umsatzes in den USA erzielt werden.

Mutmassliche Parfümdiebe in Schaffhausen festgenommen

Die Schaffhauser Polizei hat gestern Mittag in der Stadt Schaffhausen einen mutmasslichen Ladendieb festgenommen. Das teilt die Polizei mit. Der Mann steht im Verdacht, zusammen mit einer Komplizin in einem Detailhandelsgeschäft an der Fulacherhalde Parfüms und Rasierklingen gestohlen zu haben. Kurz nach 12.30 Uhr flüchtete der Mann aus dem Geschäft. Er konnte wenig später in der Nähe des Tatorts von einer Polizeipatrouille angehalten werden. In seiner Jacke fanden die Einsatzkräfte rund 16 verpackte Parfüms im Wert von mehreren hundert Franken.
Die mutmassliche Komplizin wurde im Rahmen einer Fahndung mit Unterstützung eines Diensthundes in der Nähe des Fluchtfahrzeugs kontrolliert und ebenfalls auf die Polizeistation gebracht. Im Fahrzeug stellte die Polizei weiteres mutmassliches Diebesgut sicher. Die beiden Personen müssen sich nun vor der Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen verantworten. Die Ermittlungen dauern an.