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Regionalnachrichten vom 10. März 2026, 11:30 Uhr

Vorgelesen von Jimmy Sauter

10.03.2026

Giorgio Behr bekämpft die „Bilateralen 3“

Der Schaffhauser Unternehmer Giorgio Behr kritisiert das neue Abkommen zwischen der Schweiz und der EU, die so genannten „Bilateralen 3“. Das Vertragswerk schade der Schweiz, so Behr im Interview mit Radio Munot. Unter anderem würde das Stromabkommen, das Teil des Vertragswerks ist, die Schweizer Kantone bei der Vergabe von Konzessionen für Wasserkraftwerke einschränken. Weiter sei die EU stärker von der Personenfreizügigkeit abhängig als die Schweiz. Die EU werde deshalb kaum die aktuellen Verträge kündigen, so Behr weiter. Anderer Meinung als Behr ist unter anderem der Wirtschaftsverband Economiesuisse. Das Stromabkommen sei ein wichtiges Element für die Versorgungssicherheit, schreibt der Verband. Zudem könne die Schweiz damit viel Geld einsparen.

Neuhauser Veloinitiative zustande gekommen

In Neuhausen ist die Volksinitiative für ein sicheres Velowegnetz zustande gekommen. Das teilt die Gemeinde mit. Die Initiative wurde von der Organisation „Pro Velo“ lanciert. Sie fordert, dass in Neuhausen bis 2035 alle Quartiere über ein sicheres und durchgehendes Velowegnetz erreichbar sind. Die Überprüfung durch die Gemeinde ergab, dass 259 Unterschriften gültig sind. Nötig wären 200. Der Gemeinderat hat nun sechs Monate Zeit, dem Einwohnerrat einen Bericht zur Veloinitiative vorzulegen. Anschliessend wird das Parlament darüber entscheiden, ob es die Initiaitive zur Annahme oder zur Ablehnung empfiehlt. Das letzte Wort wird voraussichtlich die Stimmbevölkerung haben. Eine identische Volksinitiative ist auch in der Stadt Schaffhausen eingereicht worden.

„Gefangene“ Zusatzversicherte: Bundesrat sieht keinen Handlungsbedarf

Im Ständerat ist gestern über das Problem von älteren Personen diskutiert worden, die ihre Zusatzversicherungen im Gesundheitsbereich kaum mehr wechseln können. Auslöser war eine Interpellation des Schaffhauser FDP-Ständerats Severin Brüngger. Dieser beanstandete während der Ratsdebatte, dass ein Wechsel der Versicherung teilweise mit deutlichen Mehrkosten verbunden sei. Die zuständige Bundesrätin Karin Keller-Sutter bestätigte, dass dieses Problem teilweise existiere. Es gebe dafür aber noch die Grundversicherung, die ebenfalls viele Leistungen abdecke. Der Bundesrat sieht deshalb keinen Handlungsbedarf. Damit ist das Thema vorerst erledigt.

Kadetten brauchen ein Unentschieden fürs Weiterkommen

Für die Kadetten steht heute das letzte Spiel in der Hauptrunde der European League an. Um sich für die Playoffs zu qualifizieren, benötigen die Schaffhauser Handballer mindestens ein Unentschieden. Zu Gast in der BBC Arena ist der dänische Vertreter Fredericia. Das Hinspiel gegen die Dänen konnten die Kadetten gewinnen. Anpfiff ist heute um 18.45 Uhr. Radio Munot überträgt die Partie mit Live-Einschaltungen.