© Bronzespiegel und weiteres Objekt aus eindeutig problematischer Herkunft der Ebnöther-Sammlung. Quelle: Museum zu Allerheiligen.
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 Bronzespiegel und weiteres Objekt aus eindeutig problematischer Herkunft der Ebnöther-Sammlung. Quelle: Museum zu Allerheiligen.

Museum: Mögliche Objekte aus Raubgrabungen identifiziert

Erste Ergebnisse der Untersuchung zur Ebnöther-Sammlung

17.03.2026

Im Besitz des Schaffhauser Museums zu Allerheiligen befinden sich weitere Objekte aus möglichen Raubgrabungen. Konkret betrifft es eine Bronzescheibe und zwei bronzene Spiegel. Ihre Herkunft sei eindeutig problematisch. Das teilt der Schaffhauser Stadtrat mit.

Die Stadt und das Museum zu Allerheiligen haben zahlreiche Objekte der so genannten Ebnöther-Sammlung untersuchen lassen. Im letzten September wurden 30'000 Franken für die Provenienzforschung bewilligt. Nun sollen für die genauere Bestimmung der restlichen Objekte weitere Gelder beantragt werden.

Problematische Museumsobjekte stammen aus Italien

Bei den betroffenen drei Objekten sei der zeitliche Abstand zwischen der Ausgrabung und dem Verkauf so gering, dass keine seriösen wissenschaftlichen Abklärungen getroffen werden konnten. Sie stammen höchstwahrscheinlich aus Raubgrabungen in der süditalienischen Ruinenstätte Paestum. Laut Museumsdirektorin Gesa Schneider habe man Kontakt mit dem Museum in Paestum aufgenommen. Vor Ort in Kampanien gebe es aber keine Informationen über die drei Objekte. Was nun mit den Objekten geschieht, ist noch unklar.

Die italienischen Behörden haben im letzten Jahr bereits zwei Objekte des Schaffhauser Museums beschlagnahmt. Sie dürfen aber weiterhin in Schaffhausen ausgestellt werden. Ausgehend von diesem Fall wurde ein Pilotprojekt zur Provenienzforschung beschlossen.

 Bild: Radio Munot.