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Kostenexplosion bei geplanten Kinderzentrum auf dem Geissberg

Statt 6,5 Millionen Franken neu über 15 Millionen Franken

09.02.2026

Der geplante Ausbau der Kindergärten auf dem Schaffhauser Geissberg kostet voraussichtlich fast 17 Millionen Franken. Ursprünglich rechnete der Stadtrat mit Kosten von gerade mal 6,5 Millionen Franken. Von der Kostenexplosion sei auch der Stadtrat überrascht gewesen, so Baureferentin Katrin Bernath gegenüber Radio Munot. Zudem hätten die Planer des Projekts mit zu tiefen Zahlen gerechnet. Die beiden Kindergärten auf dem Geissberg sollen zu einem Kinderzentrum mit vier Kindergartenabteilungen und einer Tagesstruktur mit Kinderkrippe und Hort umgebaut werden. Da die Planungskosten bereits vom Stadtparlament bewilligt wurden, beantragt der Stadtrat noch 15,7 Millionen Franken für den Bau der Anlage. Sollte das Stadtparlament den Baukredit bewilligen, müsste die Stimmbevölkerung der Stadt Schaffhausen in letzter Instanz noch zustimmen. Voraussichtlich zahlt der Kanton Schaffhausen ebenfalls 3,2 Millionen Franken an den Bau.

Neues Kinderzentrum soll nach aktuellem Plan 2029 fertig gebaut sein

Wenn alles nach Plan läuft, soll das neue Kinderzentrum auf dem Geissberg bereits 2029 für Kinder geöffnet sein. Das hat die Schaffhauser Baureferentin Katrin Bernath gegenüber Radio Munot gesagt. Der Bau, der Platz für drei neue Kindergärten und eine Kinderkrippe bieten soll, soll 2028 beginnen und rund ein Jahr dauern. Sobald der Bau abgeschlossen ist, beginnen die Sanierungsarbeiten am bisherigen Kindergarten. Während der ersten Bauphase werden die Kinder in provisorischen Kindergärten untergebracht. Neben dem Ausbau von zwei auf vier Kindergärten ist auf dem Geissberg ausserdem ein separater Kinderhort geplant.

Ehemalige Kinderkrippe am Rinkengässchen soll im Baurecht abgegeben werden

Die Stadt Schaffhausen will das Gebäude der heutigen Kinderkrippe am Ringkgengässchen 5 in der Altstadt im Baurecht abgeben. Das schreibt die Stadt in einer Medienmitteilung. Die Kinderkrippe soll auf den Schaffhauser Geissberg verlegt werden. Deshalb werde der Standort in der Altstadt nicht mehr benötigt. Zudem sei das Gebäude ohnehin ungeeignet für eine Kinderkrippe und entspreche den heutigen Anforderungen nicht mehr. Zudem sei es stark sanierungsbedürftig. Bei der Baurechtsvergabe sollen gemeinnützige Wohnbauträger bevorzugt werden. Die stadträtliche Vorlage wird als Nächstes vom Schaffhauser Stadtparlament diskutiert.

 Radio Munot