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Info Kompakt vom 8. September 2026

Moderiert von Marcia Strohm

08.09.2026

Kopftuchverbot an Schaffhauser Schulen gefordert

Nachdem sich der Zürcher Kantonsrat letzte Woche für ein Kopftuchverbot an den Zürcher Schulen ausgesprochen hat, soll Schaffhausen nachziehen. Das fordern die Thaynger SVP-Kantonsrätin Andrea Müller und der Stadtschaffhauser FDP-Kantonsrat Martin Egger. Sie haben einen politischen Vorstoss für ein Kopftuchverbot an den Schulen und Kindergärten in Schaffhausen eingereicht. Konkret soll das Tragen von Kleidungsstücken untersagt werden, mit denen Frauen und Mädchen aus religiösen Gründen ihre Kopf bedecken können. Das Kopftuchverbot soll sowohl für Lehrpersonen wie für Schülerinnen gelten. Der Schaffhauser Kantonsrat wird an einer der kommenden Sitzung über die Motion diskutieren.

EKZ muss Kunden Geld zurückzahlen
Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) müssen ihren Kundinnen und Kunden einen Teil der Stromrechnung zurückzahlen. So hat es die Eidgenössische Elektrizitätskommission entschieden. Wie der Landbote berichtet, handelt es sich dabei um einen Betrag von rund 11,6 Millionen Franken. Grund für die Rückzahlung ist ein Stromdeal aus der Corona-Zeit: Da ein Abkommen mit einem Basler Stromlieferanten nicht mehr rentabel war, einigten sich die EKZ und das Unternehmen auf eine Vertragsauflösung und Neuverhandlung. Dies führte zu Mehrkosten von rund zehn Millionen Franken, die auf die Kundinnen und Kunden abgewälzt wurden. Ausserdem ist aktuell aufgrund dieser Vorkommnisse ein Strafverfahren gegen die EKZ hängig.

Übernahme des Spitals Wetzikon durch die Thurmed könnte platzen
Die Übernahme des sich in Nachlassstundung befindlichen Spitals in Wetzikon durch die Thurmed AG könnte doch noch platzen. Vergangene Woche wurde ein Finanzierungsprojekt in Höhe von rund 70 Millionen Franken veröffentlicht. Wie die Thurgauer Zeitung heute allerdings berichtet, ist ein Gläubiger des Spitals mit diesem Angebot nicht zufrieden. Das Unternehmen Clearway Capital stellt sich gegen die Übernahme durch die Thurmed AG, da es anscheinend ein weiteres Angebot gab, bei dem die Gläubiger mehr Geld erhalten hätten, welches ihnen von den Eigentümergemeinden vorenthalten wurde. An der Gläubigerversammlung im Oktober, bei der sie dem Angebot zustimmen müssten, wird er deshalb versuchen, die anderen Gläubiger von einem Nein-Votum zu überzeugen. Clearway Capital hat ausserdem angekündigt, auch weitere Schritte zur Verhinderung der Übernahme durch die Thurmed AG in Betracht zu ziehen.