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Info Kompakt vom 26. Januar 2026

Moderiert von Nico Bollinger

26.01.2026

Thurgauer Steuerbehörde fürchtet sich vor Individualbesteuerung

Die Kantonale Steuerverwaltung Thurgau steht einer Annahme der Individualbesteuerung kritisch gegenüber. Das schreibt die Thurgauer Zeitung. Die Steuerbehörde rechnet bei einer Annahme der Vorlage mit zusätzlichen 5 Millionen Franken an Personalkosten. Grund sei, dass sich die Steuererklärungen von Ehepaaren verdoppeln würden. Im Thurgau würde dies 65’000 Steuererklärungen mehr bedeuten. Für deren Bearbeitung seien rund 30 Sachbearbeiter und Veranlagungsexperten nötig. Am 8. März stimmt die Schweiz über die Vorlage zur Individualbesteuerung ab. Bei einer Annahme müssten Ehepaare ihre Steuererklärungen getrennt einreichen.

Gemeinde entfernt unerlaubt wiederholt Biberdamm

In einer Gemeinde im Schaffhauser Klettgau sind während mehrerer Jahre wiederholt Biberdämme in einem Gewässer unerlaubt abgetragen worden. Eine Person, die im Dienst der Gemeinde stand, hat die Anordnung gegeben, die Biberdämme abzutragen. Deshalb ist er nun wegen Widerhandlung gegen das Natur- und Heimatschutzgesetz verurteilt worden. Das geht aus einem Strafbefehl hervor, den Radio Munot bei der Schaffhauser Staatsanwaltschaft eingesehen hat. Die verantwortliche Person ist seit längerem nicht mehr bei der Gemeinde tätig. Bis 2016 hatte die Gemeinde die nötige Erlaubnis, die Biberdämme selbstständig abzutragen. 2017 ist diese allerdings nicht verlängert worden. Laut Strafbefehl sind zwischen 2019 und 2022 mehrmals Biberdämme abgetragen worden. Dies führte dazu, dass der Wasserstand um rund 40 Zentimeter gesunken ist. Damit sei in Kauf genommen worden, dass der Biber unnötiger Belastung und einer starken Erschöpfung ausgesetzt werde. Die verurteilte Person muss eine Busse und Gebühr von kombiniert 3'900 Franken zahlen.

Ist Schaffhausen zu abhängig von US-Steuergeldern?

Die SP-Kantonsrätin Linda De Ventura blickt kritisch auf US-Amerikanische Firmen, die in Schaffhausen Steuern zahlen. In einem aktuellen Vorstoss, will sie vom Regierungsrat wissen, wie abhängig der Kanton finanziell von Firmen aus den Staaten ist. 2023 stammten rund 55 Prozent der Steuereinnahmen von US-Firmen. Weiter fragt De Ventura, wie die aktuellen Zahlen aussehen und ob es Anstrengungen gibt, die Steuereinnahmen des Kantons weniger von US-Firmen abhängig zu machen. Weiter schreibt sie, dass Steuervorteile, wie sie der Kanton Schaffhausen an ausländische Firmen gewährt, aufgrund einer OECD-Regelung nicht mehr gültig sind. Dies führe dazu, dass US-Firmen plötzlich deutlich mehr Steuern zahlen müssen. Deshalb möchte sie wissen, ob der Regierungsrat deswegen finanzielle Konsequenzen erwartet.