
Info Kompakt vom 19. März 2026
Moderiert von Samuel Peter
19.03.2026
Produkte von GF könnten für Kriegszwecke missbraucht worden sein
Bestimmte Produkte des Schaffhauser Unternehmens Georg Fischer könnten im Gaza-Krieg zum Einsatz gekommen sein. Das haben Recherchen der Schaffhauser AZ und der Wochenzeitung ergeben. In der Zeit von Ende 2023 bis 2025 hat GF diverse Ventile und Teile an Kunden in Israel geliefert. Dabei handelte es sich um sogenannte Dual-Use-Gegenstände, also Teile, die neben ihrer eigentlichen Funktion auch für kriegerische Zwecke verwendet werden können. Das geht aus einer Liste des Schweizer Staatssekretariats für Wirtschaft hervor. Laut GF habe man vor den Verkäufen die Kunden ausführlich geprüft, um eine kriegerische Verwendung der Produkte zu vermeiden.
Nutzen von Windkraftanlage in Ossingen auf dem Prüfstand
Im Zürcher Weinland wird derzeit geprüft, ob sich der Bau von Windkraftanlagen lohnt. Wie der „Landbote” berichtet, soll in der Gemeinde Ossingen Anfang April ein Messmast aufgestellt werden, um die Windgeschwindigkeiten an einem potenziellen Standort zu ermitteln. Mithilfe dieser Messstation soll bis im Frühling 2027 geprüft werden, ob eine Anlage in der Gemeinde Ossingen genügend Wind erhalten würde, um ausreichend Strom zu produzieren. Selbst bei guten Messwerten werden bis zur Errichtung einer Windkraftanlage voraussichtlich über zehn Jahre vergehen.
Zu hohe Gehälter am Zürcher Sozialversicherungsgericht müssen eventuell zurückgezahlt werden
Die Justizkommission des Zürcher Kantonsparlaments prüft, ob vier Richter, die zu hoch entlöhnt wurden, einen Teil ihrer Entschädigungen zurückzahlen müssen. Das schreibt sie in einer Medienmitteilung. Vier Richter des Sozialversicherungsgerichts wurden vom Kantonsrat als Ersatzmitglieder des Gerichts im Teilzeitpensum gewählt. Wie ein heute veröffentlichter Untersuchungsbericht der Justizkommission nun zeigt, seien die vier Richter faktisch aber als vollwertige Mitglieder in einem Vollzeitpensum eingesetzt und entsprechend entlöhnt worden. Konkret bedeutet dies, dass die vier Richter über Jahre hinweg mehr Lohn erhalten haben, als vom Parlament vorgesehen. Dadurch entstanden für den Kanton Mehrkosten von rund 250’000 Franken. Wie der Kommissionspräsident Davide Loss gegenüber Radio Munot bestätigt, soll nun in einem ersten Schritt geprüft werden, ob allenfalls ein Anspruch auf eine Rückforderung der zu hohen Entschädigung besteht.