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Ernährungsinitiative: Mehr Selbstversorgung umstritten

Pro und Kontra zur Abstimmung

07.09.2026

Die Ernährungsinitiative soll der Schweiz helfen, ihren bestehenden Verfassungsauftrag zur Ernährungssicherheit zu erfüllen. Dies sagt die Initiantin der Initiative Franziska Herren, im Interview mit Radio Munot. Am 27. September stimmt die Schweiz über die Ernährungsinitiative ab. Diese fordert, dass der Netto-Selbstversorgungsgrad innerhalb von zehn Jahren auf mindestens 70 Prozent steigt. Dies sei nur ein Teil, einer Verpflichtung, die die Schweiz bereits eingegangen ist, so Herren weiter.

Gegner kritisieren widerum, dass ein Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent nur schwer umsetzbar sei. Dieser Meinung ist auch der Schaffhauser FDP-Ständerat Severin Brüngger. Einen Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent hatte die Schweiz zuletzt zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Damals gab es allerdings weniger Menschen in der Schweiz und mehr Fläche stand zur Verfügung.

Weiter soll die Landwirtschaft mehr pflanzliche Lebensmittel produzieren und Böden, Trinkwasser und Biodiversität besser schützen. Bundesrat und Parlament empfehlen, die Initiative abzulehnen.