
Von der Tartanbahn in den Eiskanal
Enrico Güntert und seine zusätzliche Olympia-Chance
01.04.2026
Enrico Güntert gehört zu den Aushängeschilder des Leichtathletikclubs Schaffhausen. Der Traum von Olympischen Spielen begleitet viele Spitzensportler ein Leben lang auch Enrico. Für den Schaffhauser Sprinter Enrico Güntert rückten die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris zunächst in greifbare Nähe – und platzten dann um gerade einmal fünf Tausendstel Sekunden. Die Schweizer 4×100-Meter-Staffel verpasste die Qualifikation denkbar knapp.
Trotz dieses Rückschlags hielt Güntert an seinem Ziel fest: Los Angeles 2028. Doch gesundheitliche Probleme warfen ihn erneut zurück. Eine komplizierte Lungenentzündung und später eine Herzmuskelentzündung zwangen ihn zu einer mehrmonatigen Pause. Aufgeben war dennoch nie eine Option.
Stattdessen nutzte Güntert die Zeit für eine längst geplante Knieoperation und arbeitete sich Schritt für Schritt zurück. Während der Fokus eigentlich auf der Rückkehr zur Leichtathletik lag, kam eine Anfrage aus dem Bobsport. Der temporäre Wechsel als Anschieber eröffnet ihm eine zusätzliche Chance auf eine Olympia-Teilnahme bei den Winterspielen 2026 in Cortina d’Ampezzo.
Radio Munot Sportchef Jonas Mielsch hat Enrico Güntert für dieses Radioporträt über mehrere Monate begleitet. Entstanden ist das Porträt im Rahmen der Diplomarbeit am MAZ – Die Schweizer Journalistenschule.