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Blog - Spot auf: Geschäftsbericht des Kantons

Spot auf: Geschäftsbericht des Kantons

Das Bussengeschäft im Kanton Schaffhausen bröckelt. Es ist immer weniger lukrativ. Die Autofahrer waren diszipliniert wie nie. Die Einnahmen aus Bussen gingen im vergangenen Jahr um fünf Prozent zurück. Im Gegensatz dazu stieg die Zahl der ungeklärten Straftaten um fünf Prozent an. Diese interessanten Entwicklungen enthüllt der Geschäftsbericht des Kantons Schaffhausen.

Blitzer spülen immer weniger Geld in die Staatskasse

Nur jeder 200 Autofahrer fuhr zu schnell an den festen Blitzern im Kanton vorbei. Selbst am mobilen „Klaus“ blieb nur jeder 100. Automobilist hängen. Die Zahl der Bussen, die dank dem mobilen „Klaus“ ausgestellt werden konnten, sank um 25%.
Eine bessere Ausbeute ergab sich bei den mobilen Kontrollen (Laserpistole). Bei diesen Kontrollen fuhr jeder 20. zu schnell. Auch hier waren es aber zehn Prozent weniger als im Jahr 2011.
Sensationell rückläufig sind die Geschwindigkeitsüberschreitungen auf der A4-Brücke. Die Zahl der Bussen ging im Jahr 2012 um 10‘000 zurück.

Durchgangsheim Friedeck: Securitas zum Schutz des Personals

Der Geschäftsbericht des Kantons bringt immer auch jene Geschehnisse an die Öffentlichkeit, worüber die classe politique gerne den Mantel des Schweigens ausbreiten würde. Zum Beispiel über die schwierigen Verhältnisse im Durchgangs Friedeck in Buch.
Dort war die Situation im vergangenen Jahr so aggressiv, dass zum Schutz des Personals nachts die Securitas beigezogen werden musste. Jetzt wird klar, weshalb auf dem Ebnat eine Unterkunft für renitente Asylbewerber geschaffen worden ist: Auch die Gemeinde Buch hat seit langem einen privaten Sicherheitsdienst im Einsatz, weil die Bevölkerung sich nicht sicher fühlte.
Seit einiger Zeit werden renitente Asylbewerber in eine Unterkunft im Ebnat untergebracht.

Steuern 2012 über Vorjahr, aber nur zum Teil über Budget

Die Steuereinnahmen des Jahres 2012 sind höher als jene im Jahr 2011. Insgesamt liegen sie drei Millionen Franken höher als im Jahr 2011. Die Schaffhauserinnen und Schaffhauser zahlten rund zwei Millionen Franken Steuern als im Vorjahr. Auch von den Firmen flossen dem Kanton im vergangenen Jahr mehr Steuereinnahmen zu als im Jahr 2011. Allerdings sind die Erwartungen des Kantons gemäss Budget nicht erfüllt worden. Diese Zahlen sind dem Geschäftsbericht des Kantons Schaffhausen zu entnehmen, der in Kürze im Kantonsrat diskutiert wird.

Und noch eine Milchmädchenrechnung

Ein Arbeitnehmer hat im guten Fall eine wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden und fünf Wochen Ferien. Das ergibt eine Jahresarbeitszeit von 1880 Stunden. Zieht man zehn Feiertage ab, ist er rund 1800 Stunden am Arbeitsplatz. Drei Arbeitnehmer leisten logischerweise 5400 Stunden.

Beim Kanton Schaffhausen werden für 4300 Jahresstunden drei Stellen geschaffen.
Rechnet man diese Zahl durch drei und die Zahl der Wochenstunden (40), kommt auf eine Einsatzzeit von rund 28 Wochen. Was diese Leute wohl in der übrigen Zeit machen?